„Klassenpaten“
Vorbildcharakter
für alle Schülerinnen und Schüler der Hauptschule West soll das Projekt „Klassenpaten haben“. Ziel der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung ist es, die sozialen Kompetenzen aller zu stärken.Neun Konfliktschlichter
haben sich an der Hauptschule für eine Klassenpatenschaft entschieden und kümmern sich ein Schuljahr lang um die Neuankömmlinge.Die Paten
treffen sich regelmäßig mit Sozialpädagogin Verena Fromm, die das Projekt initiiert hat und begleitet, um sich auszutauschen und Probleme zu besprechen.Die Sozialpädagogin Verena Fromme initiierte „Klassenpatenschaft“. Das Projekt läuft erstmalig in diesem Schuljahr.
delmenhorst/rl „Wir lernen, besser mit Menschen umzugehen“, sagt Farian Boy. Der 15-Jährige ist einer der vier Konfliktschlichter, der für die Klasse 5b der Hauptschule West eine Patenschaft übernommen hat. Das Projekt, das Sozialpädagogin Verena Fromme initiiert hat, läuft erstmalig in diesem Schuljahr. Die Klassenpaten sind in jeder Pause für „ihre“ Schüler da, beantworten Fragen und schlichten Konflikte.
Um sich besser kennen zu lernen, haben Farian, Annika Ahrens, Irene Sartison und Alexander Borchers die Fünftklässler für einen Vormittag auf ihrer Klassenfahrt im Naturfreundehaus Steinkimmen besucht. „Vor allem Spiele, die den Zusammenhalt in der Gruppe und die sozialen Fähigkeiten stärken, standen auf dem Programm“, erklärt Fromme, die bei der Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung angestellt ist. So durften sich die Schüler bei einem Knotenspiel nicht loslassen oder mussten sich bei einem Spiel, bei dem sie nur Matten und nicht den Boden berühren durften, aufeinander verlassen. Die Paten haben die Spiele beaufsichtigt und teilweise auch mitgemacht. „Die Kleinen hängen richtig an uns“, erzählt Irene. „Sie freuen sich immer, wenn wir kommen“, ergänzt Annika.
Im Rahmen des Projektes „Sozialarbeit an Schulen“ soll der Einstieg an der neuen Einrichtung durch die Paten der 10. Klasse einfacher gemacht werden. Schon am Einschulungstag haben sich die Konfliktschlichter den Neuen und ihren Eltern vorgestellt.
Insgesamt neun Schülerinnen und Schüler kümmern sich um die Neuankömmlinge, trösten, beantworten Fragen und schlichten bei Streit oder Problemen. Fromme beobachtet gern, wie das Angebot in der Schule angenommen wird. „Die Jüngeren kommen auf die Älteren zu und bitten sie um Rat“, so die 31-Jährige. Ganz wichtig sei, dass der Kontakt zwischen den Schülern bestehen bleibe. Um dies zu garantieren, sind weitere Aktivitäten, wie ein Ausflug in den Kletterwald oder ein gemeinsames Frühstück, geplant.
