Delmenhorst - Es ist 1959. Im Hintergrund tropft ein Wasserhahn. In einer heruntergekommenen Garage, die kurz vor dem Abriss steht, proben fünf Musiker in der Hoffnung auf den großen Durchbruch. Sie erzählen von den Anfängen Motowns, einer der erfolgreichsten Plattenfirmen. Mit „Motown. Die Legende“, der Geschichte um Gründer Berry Gordy, ist das Ensemble am Donnerstag im gut besuchten Theater „Kleines Haus“ zu Gast gewesen.
Dabei versetzen Tertia Botha, Lana Gordon, Wilson D. Michaels, Alvin Le-Bass und Viktor Hugo Barreto mit facettenreichen Stimmen und typischen Motown-Hits wie „My Girl“, „Stop in the Name of Love“ und „Superstition“ das Delmenhorster Publikum ins Groove-Fieber. Und auf den richtigen Groove kam es Motown-Begründer Berry Gordy an.
Mit ausgefeilten Choreographien heizt das Ensemble die Stimmung der Zuschauer an, die dieses Engagement mit tosendem Applaus nach jedem Stück würdigen. Musikalisch begleitet wird es dabei von Martin Werner (Gitarre), Momme Boe (Schlagzeug), Hans Kaul (Keyboard), Joscha Glass (Bass) und Michael Hennig (Saxophon, Querflöte).
Höhepunkt vor der Pause ist zweifelsohne „When a Man Loves am Woman“ von Lana Gordon, begleitet von Gitarre und Bass. Die Sängerin überzeugt mit lauten und leisen Tönen und sorgt für Gänsehaut von Takt eins an. Mit einem groovenden „Papa was a Rolling Stone“ verabschiedet sich das Ensemble in die wohlverdiente Pause.
Während im ersten Teil noch Dialoge überwiegen, die die Biografie der Plattenfirma und seines Gründers darstellen, steht im zweiten Teil allein die Musik im Vordergrund. Die Sänger interpretieren Motown-Klassiker von „The Temptations“, Marvin Gaye, Stevie Wonder, „The Miracles“ und Diana Ross & „The Supremes“. Dabei glänzen auch die Männer stimmlich, Wilson D. Michaels mit „What becomes of the Brokenhearted“.
Glamorös und stimmgewaltig wird es erneut beim „Supremes Medley“ der Frauen im Glitzerabendkleid und Alvin Le-Bass, der das „Supreme“-Trio vervollständigt.
Beim anschließenden Finale hält es bei „Dancing in the Street“ und „Mickey’s Monkey“ das Publikum, darunter auch etwa 120 Schüler, nicht mehr auf den Sitzen. Der Applaus nimmt kein Ende. Mit Jackson Five-Hits als Zugaben schickt das Ensemble die Delmenhorster dann schließlich tanzend in die Nacht.
