Delmenhorst - Zum Rundgang durch die „gute Stube“ der Stadt, den im Bau befindlichen Marktplatz, hatte Oberbürgermeister Patrick de La Lanne Mittwochmittag geladen. Rund 20 interessierte Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand durch Bauleiterin Petra Hintz, Fachdienstleiter Harald Ruge und den Polier der beauftragten Baufirma Hotze, Stefan Weber, informieren zu lassen. Einige von ihnen hatten vor rund drei Monaten an der ersten Führung dieser Art teilgenommen. Was ihnen schon damals auffiel war auch am Mittwoch wieder Hauptgrund zur Diskussion: Die Führung des Leitstreifens für Sehbehinderte unmittelbar am „Markt 1“ vorbei.
„Wie soll es denn sonst gehen?“, fragte Petra Hintz in die Runde. Das Genörgel an dem Streifen sei ihr natürlich zu Ohren gekommen. „Aber ich habe bisher keinen einzigen brauchbaren Alternativvorschlag gehört“, meinte sie.
Die gerade Linienführung entspreche dem Gesamtkonzept für den Platz, das grundsätzlich auf parallele Führungen achte. „Alles andere sei „gestalterisch und handwerklich eine Zumutung“. Die kritische Anmerkung eines Bürgers, der Streifen müsse über eine Spielraumbreite von mindestens 1,20 Meter begehbar sein, entkräftete Petra Hintz unter Hinweis auf „tatsächlich mindestens 1,50 Meter, die eingehalten werden.“
Für die nächsten Wochen kündigte die Bauleiterin ab Standesamtzugang „den großen Matsch“ an. Die Anlegung der behindertengerechten Rampe bis zu den Delmeterrassen sei sehr aufwendig.
Die Fachleute hatten nicht nur Blicke für Arbeiten direkt auf dem Marktplatz, sondern auch im Bereich Mühlendamm/Bismarckstraße. Abgesenkte Bordsteinkanten lassen dort bereits erkennen, wie der Wegeverlauf einmal sein wird. Der Fußgängerüberweg an der Ampel bekommt zudem noch einen neuen Belag.
Besonderen Dank richteten Patrick de La Lanne und Petra Hintz an die Baufirma Hotze. „Bisher liegen wir mit dem Zeitplan gut im Rennen“, lobten die beiden. Polier Stefan Weber berichtete von kleineren unvorhergesehenen Problemen, die der Starkregen der vergangenen Wochen mit sich brachte. „Teilweise mussten wir Pumpen einsetzen“, so Stefan Weber. Dennoch sehe er den Fertigstellungstermin Ende des Jahres nicht in Gefahr. „Der Weihnachtsmarkt wird wieder wie gewohnt stattfinden“, so Weber. Derzeit sind täglich rund zehn seiner Leute im Einsatz.
Der Wochenmarkt kehrt schon wesentlich früher an seinen angestammten Platz zurück. „Ab Mittwoch, 7. August, kann die erste Hälfte des Marktes wieder zurückziehen“, kündigte Petra Hintz an und sorgte mit dem Hinweis auf neue Spielmöglichkeiten und Sitzbänke zwischen Markt 1 und C&A für Vorfreude bei den Bürgern.
