Betrifft:
Die NWZ -Berichterstattung über den Erlass des niedersächsischen Kultusministers Bernd Busemann, der ein totales Rauchverbot an Schulen einfordert.Ein starker Zug, Herr Busemann, natürlich nicht der an Zigaretten, da gebe ich Ihnen Recht, Herr Minister. Auch dass Rauchen eines der größeren Übel – sicherlich nicht nur in Deutschland – ist, kann nicht bestritten werden. Und natürlich arbeiten alle verantwortlichen Kräfte auch und gerade an Schulen daran – und das nicht erst seit dieser Landesregierung –, dieses Übel zu bekämpfen.Aber auf dem Erlassweg das Rauchen verbieten? Die Möglichkeit des Schulgesetzes ausschöpfen? Konsequenzen bis hin zum Schulverweis? Auf diesem Weg verbessern Sie, Herr Busemann, sicherlich nicht die miserable Lehrer-Schüler-Relation an öffentlichen Schulen und füllen die Klassen der staatlich anerkannten Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung in freier Trägerschaft auf.
Uns freut das sicherlich, da diese Schulen durch die nicht nachvollziehbaren Kürzungen der Finanzhilfe dieser Regierung für diese von der Landesregierung dringend benötigten, aber nicht vorgehaltenen Schulform schon jetzt in ihrer Existenz stark gefährdet sind.
Und warum auf Schulfeiern und Jubiläen – oder in ihrem Ministerium – ein Auge zudrücken, wie Sie ausführen? Machen Sie lieber beide Augen auf, Herr Minister, greifen Sie durch, Herr Busemann, oder besser, fragen Sie doch lieber bei den engagierten und erfahrenen Kolleginnen und Kollegen vor Ort nach, wie dieses seit Jahrzehnten bestehende Problem weiter und noch besser bearbeitet werden könnte.
Sicherlich nicht durch einen weiteren Schnellschuss-Schulreform-Erlass aus Ihrem Hause.
Hans Ahrens, Schulleiter der Wichern-Schule gGmbH 27753 Delmenhorst
