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NWZonline.de Region Delmenhorst

Reichlich Lob für fleißige Reservisten

15.02.2008

DELMENHORST Mit Ehrungen bedacht wurden Delmenhorster Reservisten beim Jahresempfang der Kreisgruppe Ahlhorn im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr im Offiziersheim der Henning-von-Tresckow-Kaserne in Oldenburg.

Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge würdigte der Landesbeauftragte für den Bereich Bundeswehr und Reservisten, Rainer Grygiel, das Sammelergebnis der beiden Delmenhorster Reservisten Berndt Martschinke und Ernst Müller. Sie hatten gemeinsam fast 700 Euro zusammenbekommen. Der langjährige Sprecher der Reservistenkameradschaft Delmenhorst, Wolfgang Jondral, wurde durch den Bezirksvorsitzenden Weser-Ems, Oberstleutnant d. R. Helmut Holz, für „erheblich herausragende Verdienste und Leistungen in der freiwilligen Reservistenarbeit“ ausgezeichnet. Auch die „außerordentliche und verdienstvolle Unterstützung der gemeinnützigen Arbeit für den Reservistenverband sowie die wichtige und

zeitaufwendige Öffentlichkeitsarbeit“ brachte ihm die Verdienstnadel im Lorbeerkranz, Stufe Gold, ein.

Der Mann hat eine lange kriminelle Karriere vorzuweisen. Er hat nie einen Beruf erlernt.

Von Wolfgang Loest

Delmenhorst/Bremen Selten war es so voll auf den Fluren des Delmenhorster Amtsgerichts wie am Donnerstagvormittag: Im Verfahren gegen einen 37 Jahre alten Bremer, dem die Staatsanwaltschaft mehrfachen Einbruchdiebstahl vorgeworfen hatte, waren gleich 20 Zeugen geladen worden. Die Damen und Herren, darunter eine Gutachterin, die sich mit der Identifizierung von Menschen auf Fotos von Überwachungskameras beschäftigt, wurden unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt: Der Angeklagte räumte nach einem eingehenden Rechtsgespräch die Vorwürfe in vollem Umfang ein.

Der Vorsitzende Richter hatte zuvor klar gemacht, dass der Verzicht auf eine langwierige Beweisaufnahme mit einem „Strafrabatt“ belohnt würde. Und so kam der Bremer, der in fünf Wohnungen eingedrungen war und neben Bargeld EC-Karten gestohlen hatte, um anschließend Geld von den Girokonten abzuheben, mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten davon – obwohl er mehrfach einschlägig vorbestraft ist und noch unter Bewährung stand, als er im Sommer 2005 beziehungsweise Frühjahr 2006 nachts in Delmenhorst auf Einbruchstour ging.

Der Bremer, der keinen Beruf erlernt hat und von Arbeitslosengeld II lebt, ging stets nach der gleichen Masche vor: Mit Hilfe einer Drahtschlinge, die er durch den Briefschlitz der Haustür schob, verschaffte er sich Zutritt zu den Wohnungen. Dabei nahm er nur Taschen oder Portemonnaies mit, die er im Flur fand.

„So lange sich Einbrecher so verhalten wie sie, haben sie bei mir einen kleinen Stein im Brett“, formulierte der Vorsitzende Richter. Der 37-Jährige habe weder seine Opfer erschreckt oder gar bedroht noch in den Wohnungen randaliert. Mit den unverschlossenen Eingangstüren und der PIN-Nummer, die zusammen mit der EC-Karte in den Geldbörsen verwahrt wurde, hätten es die Opfer dem Straftäter zudem recht leicht gemacht.

Der angerichtete Schaden ist zudem nicht besonders hoch: Mit zwei der insgesamt fünf erbeuteten EC-Karten gelang es dem Täter nicht, Geld am Automaten abzuheben. Von den drei anderen Konten hob er insgesamt 1400 Euro ab.

Der Vorsitzende Richter ließ in seiner Urteilsbegründung allerdings auch keinen Zweifel daran, dass durch die Einbrüche nicht nur materieller Schaden entstanden ist. Die betroffenen Menschen seien in ihrer Intimsphäre verletzt worden und möglicherweise traumatisiert.

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