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NWZonline.de Region Delmenhorst

Schreiben als Schmerz-Therapie

08.01.2016

Delmenhorst Fein säuberliche Buchstaben in geschwungen-weiblicher Schrift sind auf den Zettelchen am Schreibtisch von Katy Buchholz zu lesen – Inspirationen, spontane Ideen und Charakteristika erster Protagonisten für eines ihrer nächsten Bücher. Ende Januar erscheint ihr erstes komplett eigenes Werk mit Gedichten und Kurzgeschichten unter dem Titel „Eier von überglücklichen Hühnern“.

„Bisher gibt es das Buch nur als E-Book“, erzählt die Verfasserin. „Aber ich brauche einfach etwas, das man in der Hand halten kann.“ Deshalb erscheine ihr Werk nun bei einem zweiten Verlag in einer gedruckten Fassung.

Schreib-Therapie

Auf 144 Seiten hat Buchholz 15 Gedichte und 18 Kurzgeschichten verarbeitet. „Es geht um die kleinen Fettnäpfchen im Leben, um Sachen, über die ich mir Gedanken mache, und es gibt auch einiges zum Schmunzeln“, nimmt die 47-Jährige vorweg. „Und: Es ist alles die Wahrheit, wirklich passiert.“

Und das sei es auch, was ihr Buch von anderen unterscheide, betont die Hobby-Autorin: „Das bin ich, alle verschiedenen Facetten von mir.“ Unter anderem thematisiert werden dabei auch ihre Erfahrungen in der ehemaligen DDR, ein besonderer Urlaub in Rothenburg ob der Tauber und die Demenz-Erkrankung ihrer Großmutter.

Dabei ist die 47-Jährige selbst seit ihrem zwölften Lebensjahr schwer erkrankt an Endometriose, einer schmerzhaften, chronischen Erkrankung der Gebärmutter. „Deshalb kann ich nicht lange sitzen und an meinen Büchern schreiben“, berichtet Buchholz.

„Aber das Schreiben hilft auch – wie eine Therapie.“ Aber vor allem mache ihr das Schreiben Spaß.

Nächstes Projekt startet

Gerade deshalb arbeitet sie – kaum ist der erste Gedichtband erschienen – schon wieder an ihrem nächsten literarischen Projekt, einem Krimi. „Das Schreiben ist bei einem Krimi ganz anders als bei Gedichten“, weiß die ehemalige Floristin. Ihrem Grundsatz bleibe sie aber dennoch treu: „In dem Krimi







geht es um Stalking. Ich kenne mich mit dem Thema aus, weil ich früher selbst betroffen war.“ Das mache die Geschichte sehr realitätsnah – manchmal zu real. „Eine Testleserin hat abgebrochen, weil ihr das zu real war“, sagt Buchholz mit einem Lächeln. Das sei für sie das größte Lob. „Ich muss nicht reich werden damit“, sagt sie. „Aber ich will die Leute damit erreichen.“

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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