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Prävention „Schutzmann zum Anfassen“

Delmenhorst - Ein Schutzmann zum Anfassen will der neue Kontaktbeamte der Polizei Delmenhorst Torsten Blume (51) sein. Und es gibt auch eine passende Schutzfrau dazu – seine Kollegin Ute Dreyer (55). Gemeinsam mit dem Hospitanten Frank Lueßmann bilden die Polizeibeamten ein Dreiergespann, das für die Bevölkerung ansprechbar und sichtbar vertreten sein soll.

Auf Fußstreife

„Arbeitsschwerpunkt ist die Fußstreife in der Innenstadt. Dabei schauen wir auf Verstöße bei Fahrradfahrern. Gerade zum Wochen- und jetzt zum Weihnachtsmarkt achten wir auch auf Taschendiebstähle“, erläutert Ute Dreyer die Präsenz in der Innenstadt. „Wir wollen für den Bürger präsent sein und das Sicherheitsgefühl erhöhen. Und auch dem Täter zeigen, dass wir da sind“, fügt Kollege Blume hinzu.

Nachfolge-Team

Die beiden Polizisten sind seit 1. Oktober zusammen im Einsatz, seit 1. November unterstützt Frank Lueßmann das Team, nach einer „Probezeit“ entscheidet er, ob er auch als Kontaktbeamter tätig sein will. „Vor 20 Jahren gab es einmal vier Kontaktbeamte, in den vergangenen Jahren waren drei Kollegen zuständig, bis aufgrund von Personalwechseln nur Norbert Zitterich übrig geblieben ist“, so Dreyer. Im Zuge der Nachfolgeregelung für Zitterich, der im Sommer nächsten Jahres in Pension geht, wurde nun eines neues Team eingesetzt.

Das Arbeitsgebiet endet aber nicht in der Innenstadt. Kontaktbeamte unterstützen die Präventionsarbeit in Schulen, begleiten Fahrradparcours, halten Vorträge und arbeiten auch mit der Drogenberatung, den Jugendzentren und den Nachbarschaftsbüros zusammen.

Für diese vielfältigen Aufgaben und den direkten Kontakt mit den Bürgern sei eine gewisse Erfahrung nötig. Dreyer arbeitet seit 35 Jahren bei der Polizei, 19 Jahre lang war die gebürtige Osnabrückerin als Sachbearbeiterin eingesetzt. „Ich empfand Prävention schon immer als wichtig. Alles was wir vorher verhindern können, ist besser als die Täter später zu verfolgen.“ Vor ihrer Pension wollte die 55-Jährige gerne noch einen neuen Bereich kennenlernen, die Stelle als Kontaktbeamte war frei und nun freut sich Dreyer auf interessante Begegnungen.

Torsten Blume trägt seit 34 Jahren die Polizeiuniform, er war unter anderem schon bei der Autobahnpolizei, arbeitet seit 2010 bereits in der Prävention, dort genauer mit der pädagogischen Puppenbühne der Polizeiinspektion Oldenburg. Auch er wollte seinen Wirkungskreis verändern und nicht nur für und mit den Kleinsten arbeiten.

Achten auf Menschen

Mit ihrem neuen Job wollen sie die Präsenz des „Freunds und Helfers“ erhöhen. „Wir sind eher die mit erhobenem Zeigefinger und nicht die, die sofort zur Kasse bitten, wie es vielleicht die Streifenkollegen tun“, erläutert Blume. Auch achten die beiden auf die Bevölkerung und geben Tipps, wenn eine Handtasche offen getragen wird oder ein Portemonnaie auch für die Diebe gut zu erreichen wäre. Für ihren neuen Job hat das Duo einiges vor: mehr Präsenz in den Stadtteilen und beispielsweise eine Fahrradstreife im Sommer.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
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