Delmenhorst - Seit nunmehr 25 Jahren ermöglicht es der Luftsportverein Delmenhorst (LSVD) blinden und sehbehinderten Kindern in einem Segelflugzeug mitzufliegen. An diesem Sonnabend ist es wieder soweit, zwölf Kinder kommen mit ihren Betreuern des Hamburger Vereins „Iris“ – Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter – zum Segeflugplatz Große Höhe. Die Segelflieger und der Verein pflegen seit 1989 einen engen Kontakt, um den Kindern und Jugendlichen das Gefühl des Segelfliegens zu vermitteln.
„Wir Segelflieger haben für diesen Besuch ein Programm ausgearbeitet, das sich im Laufe der Jahre bestens bewährt hat“, berichtet LSVD-Mitglied Peter Bogdan. Nach dem Windenstart fliegt der Pilot zwei Vollkreise mit unterschiedlicher Querneigung, um zu demonstrieren, wie die Fliehkraft mal stärker und mal schwächer wirkt. Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten verändert sich das Windgeräusch – auch das erfahren die jungen Fluggäste. Nach etwa fünf bis zehn Minuten setzt das Flugzeug wieder sanft auf der Landebahn auf.
In der Zwischenzeit haben alle, die auf der Erde bleiben, die Möglichkeit am Bodenbetrieb teilzunehmen. Hier ist das Treckerfahren die große Attraktion: Die Kinder fahren unter Anleitung eines Vereins-mitgliedes selbstständig mit dem Trecker zum gelandeten Segelflugzeug, um es wieder an die Startstelle zu ziehen. Sie steuern durch Zuruf in die richtige Richtung und halten die (Schritt-)Geschwindigkeit nur nach Gehör genau ein.
Nach dem Ende des Flugbetriebes treffen sich alle an der Halle, wo man in gemütlicher Runde am Grill das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen kann.
