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NWZonline.de Region Delmenhorst

Abschied: Seine Leidenschaft für Musik entbrannte früh

15.05.2014

Delmenhorst „Ich werde Delmenhorst definitiv nicht verlassen“, sagt Gerd Hofstadt und blickt aus seinem Wohnzimmerfenster auf den Tiergarten, „habe diese Stadt sehr schätzen gelernt.“ Der Kreiskantor geht Ende Mai in Rente. Am 1. April 1976 begann er seine Karriere in der Stadtkirche. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm die Uraufführung „Gesänge der Hoffnung“ im September 1989. Hofstadt war damals Initiator. Auch an den Kinderchor mit 30 Mitgliedern, der in den 70er und 80-er Jahren aktiv war, erinnert sich der heute 65-Jährige gerne zurück.

Gebürtig stammt Hofstadt aus Duisburg. Er wuchs als Einzelkind auf. Sein Vater hatte ein eigenes Geschäft, in dem er Teppiche und Tapeten verkaufte.

Bestmögliche Ausbildung

„Wir waren kein besonders kirchlicher Haushalt“, erinnert sich Hofstadt. Als kleiner Junge wurde er in den Kindergottesdienst geschickt, Weihnachten ging dann die ganze Familie in die Kirche. Außerdem nahm Hofstadt am Konfirmandenunterricht teil. „Da ging ich immer in die Kirche, in der die bessere Musik war“, berichtet er lächelnd.

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Schon als Schüler spielte er Klavier, Orgel und Oboe. Als 15-Jähriger schloss er sich einem Chor an. „Wir waren 80 Leute, die sangen, das hat mich sehr beeindruckt.“ Bereits im Alter von 16 Jahren übernahm er eine Stelle als Kirchenmusiker in einem kleinen Gemeindehaus. „Neben dem Geld brauchte ich natürlich auch eine Orgel zum Üben“, erklärt Hofstadt.

Sein Vater wollte natürlich, dass er den Laden übernimmt. Erst nach zwei Jahren fand er sich mit der Entscheidung seines Sohnes, sich mit Musik zu beschäftigen, ab. Wenn er in diese Richtung gehen wolle, solle er die bestmögliche Ausbildung bekommen, sicherte ihm sein Vater zu. Nach dem Abitur studierte Hofstadt Evangelische Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln. 1971 absolvierte Hofstadt das Staatsexamen. Während der Studienzeit wohnte er in Düsseldorf. Dort arbeitete er als Kirchenmusiker. Nach seinem Staatsexamen besuchte er zwei Jahre lang Vorlesungen zum Thema Chorleitung an der Musikhochschule in Detmold.

In Delmenhorst bewarb sich Hofstadt unter anderem wegen der vielen alten Orgeln in der Region. Seine Wahl hat er nie bereut. Im Gegenteil: Er ist seiner Gemeinde unendlich dankbar: Elf Jahre war Hofstadt Dialyse-Patient. „Ich wurde nie angesprochen wegen Stellenreduzierung oder Gehaltskürzung“, berichtet er.

Was er mit der neu gewonnenen Freizeit machen will, weiß Hofstadt noch nicht. Nur einen Wunsch hat er für diese Zeit: „Ich hoffe, dass der Arbeitgeber mir einen Schlüssel für die Kirche lässt, damit ich üben kann.“

Konzert am 18. Mai

Hofstadt verabschiedet sich mit einem großen Konzert, am Sonntag, 18. Mai, um 18 Uhr in der Stadtkirche. Aufgeführt werden Kantaten und Motetten von Bach, Händel und Schütz. Zum Schluss folgt die Krönungsmesse KV 317 von Mozart. Mitwirkende sind die Solisten Sopran Christine Süßmuth, Altistin Kerstin Stöckel, Tenor Benjamin Kirchner (alle Bremen) und Bariton Ralph Mühlbrandt aus Delmenhorst. Außerdem treten ein großes Orchester und der Ev. Stadtchor auf. Karten gibt es im Kirchenbüro (Telefon  0 44 21/ 1 26 40), Kirchplatz 20, und bei der Buchhandlung Jünemann (Telefon  0  44 21/8 50 71 77), Lange Str. 37. Der Eintritt kostet 20 Euro, davon geht ein Euro an „Brot für die Welt.“

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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