An sicheren Kindersitzen werde oft gespart, haben Tiemann und Schutzmann Norbert Zitterich festgestellt. Dabei koste es je nach Fabrikat lediglich rund 400 Euro, seine Kinder vom Säuglingsalter bis zu zwölf Jahren sicher im Auto zu transportieren. „Und das, wenn man immer neue Sitze kauft“, merkt Tiemann an. Durch Kauf und Tausch von gebrauchten Sitzen könne oft mehr als die Hälfte gespart werden. Rund dreimal im Zeitraum von zwölf Jahren müssten die Sitze dem Wachstum der Kinder angepasst werden.
Beim Kauf von Gebrauchten müssten Eltern u.a. darauf achten, dass Kunststoffteile nicht spröde seien. „Viele lagern die Sitze auf dem Boden oder im Keller bei nicht idealen Bedingungen“, so Tiemann. Darunter litten die Plastikteile und böten im Notfall nicht mehr die nötige Sicherheit.
Mit besonderer Sorgfalt zu betrachten seien auch Kindersitze aus Fahrzeugen, die schon einmal in einen Unfall verwickelt gewesen seien. Tiemann rät in diesem Fall: „Am besten schickt man den Sitz an die Herstellerfirma. Die röntgt ihn und kann feine Haarrisse im Material erkennen.“ Diese Risse könnten lebensgefährlich werden.
