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NWZonline.de Region Delmenhorst

Hirn-Prothesen: Sie sind den Sinnen auf der Spur

22.10.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-10-22T05:25:08Z 280 158

Hirn-Prothesen:
Sie sind den Sinnen auf der Spur

Delmenhorst Blinde, die wieder sehen können, sind schon Thema der Bibel. In der Neuzeit ist das Thema aktueller und bedeutender denn je. Sogenannte Retina-Implantate machen es unter bestimmten Umständen bereits möglich, blinde Menschen Umrisse erkennen zu lassen. Wenn aber weder das Auge noch der Sehnerv vorhanden sind, funktioniert diese Technik nicht.

Und genau deshalb forscht ein Team an der Universität Bremen an Hirn-Prothesen. Teil dieses Teams sind die beiden Neurowissenschaftler Dr. Udo Ernst und Dr. David Rotermund vom Institut für Theoretische Physik und dem Zentrum für Kognitionswissenschaften der Uni. „In einer Brille wird eine Kamera angebracht, die über Kabel die Seh-Informationen an einen Transmitter sendet, der diese Informationen wiederum an den zuständigen Bereich im Gehirn sendet. Uns bereitet Schwierigkeiten, wie die Information dann vom Gehirn weiterverarbeitet wird“, erläutert Ernst den Stand der Forschungsarbeit.

Aber nicht nur die Forscher aus Bremen stehen vor diesen oder anderen Herausforderungen. Deswegen haben Ernst und Rotermund 40 internationale Teilnehmer und 20 Referenten in das Hanse Wissenschaftskolleg nach Delmenhorst eingeladen. Der Einladung zum Workshop bis Sonntag sind nicht nur Wissenschaftler gefolgt, die an Hirn-Prothesen für Blinde arbeiten. „Einige erforschen, wie man taube Menschen wieder hörend machen kann, eine weitere Disziplin beschäftigt sich mit einem Tastsinn für Roboter-Arme, damit sie gezielter und besser greifen“, so Rotermund. Dies sei das erste Mal, dass sich die drei Disziplinen zum Austausch treffen und über Probleme sprechen.

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