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NWZonline.de Region Delmenhorst

Sie teilen Freiheit auf vier Rädern

27.08.2014

Delmenhorst Einmal im Jahr tut sich Seltsames auf dem Wohnmobil-Stellplatz Graftwiesen: Eine eingefleischte Runde Wohnmobilisten, alle mit DEL-Kennzeichen, nimmt einen großen Teil des Platzes in Beschlag. Mit Blick auf den Wasserturm sitzen sie an aneinandergereihten Campingtischen in ihrem Freiluft-Wohnzimmer und haben sichtlich viel Spaß miteinander. Viele haben kurze Hosen an und tragen Sandalen. Und Dackel „Matze“, gefühlte 100 Hundejahre alt, ist immer dabei. Wer sind die?

Wolfgang Vieluf, Gründer der „Reisemobilfreunde Delmenhorst un umto“, klärt auf: „Wir sind kein Verein, kein Club. Es gibt keine Beiträge, alles ist völlig freiwillig“, berichtet der Heilpädagoge im Ruhestand. Eingetragen seien rund 150 Paare, fast alle älteren Semesters. Etliche kämen auch aus dem weiteren Umkreis. Monatlich lädt Vieluf „seine“ Wohnmobilisten zum Stammtisch ein. Der findet üblicherweise im Hotel-Restaurant „Zum Burggrafen“ statt, doch einmal im Jahr geht es auf die Graftwiesen. So auch am Dienstag. Schon am Montagnachmittag kamen die ersten Wohnmobilisten an. Abends gab es Chili con Carne und Tiramisu zum Nachtisch.

Die italienische Süßspeise hat Jutta Stephan zubereitet. „Wir sind 25 Jahre Wohnwagen gefahren. Das Wohnmobil haben wir jetzt seit vielleicht zwölf Jahren“, erzählt sie. Im vergangenen Jahr war sie gemeinsam mit ihrem Mann und zwei weiteren Wohnmobil-Paaren sechs Wochen in Griechenland auf dem Peloponnes unterwegs. „Man hilft sich gegenseitig bei der Ausrüstung“, erwähnt sie einen Vorteil des lockeren Wohnmobilisten-Zusammenschlusses. Und man tausche natürlich Erfahrungen aus, wo es besonders schön ist. Am Dienstagmorgen habe ihr irgendjemand eine Tüte Brötchen auf die Türtreppe gelegt, so etwas gebe es wohl nur in dieser Gemeinschaft. „Nicht die großen Fahrzeuge, sondern die Menschen sind das Entscheidende“, sagt auch Wolfgang Vieluf. Wenn ein Ehepartner sterben würde, habe der Überlebende ein Stück Heimat, auch wenn er selbst nicht mehr aktiver Wohnmobil-Fahrer sei.

In einem sind sich Vieluf und Stephan einig: Delmenhorst hat etwas zu bieten. Der Stellplatz sei gut ausgestattet, und die Stadt sei trotz aller Probleme viel, viel besser als ihr Ruf. „Man hat als Mobilist einen anderen Blick auf die Städte“, sagen beide.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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