Delmenhorst - „Der Euro macht unsere Geschäfte deutlich einfacher“, sagte Jowo-Systemtechnik-Chef Johann Woltermann. Seine Firma ist auf die Herstellung von Spezialsteckern, unter anderem für die Luftfahrt und für das Militär spezialisiert und hat ihren Sitz im Gewerbegebiet in Delmenhorst. Anlässlich der Europa- und Oberbürgermeisterwahl am 25. Mai hatte Woltermann mehrere CDU-Politiker – darunter auch Oberbürgermeisterkandidatin Heidi Naujoks – am Mittwoch zu einem Firmenbesuch eingeladen.

„Europa betrifft uns alle“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Heinz-Gerd Lenssen. Dass dem so ist, bestätigte auch Woltermann. „Als es den Euro noch nicht gab, habe ich nicht oder nur wenig im Ausland eingekauft, da das Risiko mit den verschiedenen Währungen zu groß war.“ Inzwischen hat sich das Unternehmen weltweit vernetzt – bis nach Südkorea, Indien und China reichen die Beziehungen.

Und in anderen Ländern gelten auch andere Normen: „Um im militärischen Bereich fertigen zu dürfen, müssen wir die Verteilungsgeräte-Normen erfüllen“, erklärte Woltermann. Ein Ärgernis sei jedoch der langsame Internetanschluss auf dem Firmengelände. Es könne nicht sein, dass „es fünf Minuten dauert, bis eine Seite geladen ist, so sind Recherchen im Netz kaum möglich“, sagte Woltermann.

Heidi Naujoks versprach der Sache nachzugehen. Die Arbeitsweise des Unternehmens verglich sie mit der Verwaltung der Stadt Delmenhorst. „Um zu wachsen, muss man Risikobereitschaft zeigen und auch mal Geld in die Hand nehmen. Mit entsprechendem Wissen lassen sich Risiken vorher einigermaßen kalkulieren und Kundenanbindung entsteht auch durch Weiterentwicklung“, sagte sie.

1995 hat Woltermann die Firma gegründet, 1996 wurde der Firmensitz von Varel nach Delmenhorst verlegt. Nato-Zulieferer ist „Jowo-Systemtechnik“ seit 2001. Jährlich macht das Unternehmen einen Umsatz von etwa sieben Millionen Euro und hat 35 Beschäftigte.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft