Delmenhorst - Ausgezeichnet mit dem zweiten Platz wurde die Anonyme Drogenberatung Delmenhorst bei dem bundesweiten Wettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“. Der mit 7 500 Euro dotierte Preis wurde am Dienstagabend in der Kategorie kreisfreie Städte digital verliehen.

Teilgenommen hat die Beratungsstelle mit ihrem Gesamtkonzept „Durchgehende schulische Suchtprävention in Delmenhorst – Von der Kita bis zur BBS“. „Wir wollten einen langfristigen Beitrag einreichen“, sagt der Leiter der Präventionsarbeit Tim Berthold. Kriterien für den Preis waren unter anderem Nachhaltigkeit, Innovation und die Netzwerkarbeit. Das Präventionskonzept setzt darauf, Schülerinnen und Schüler in ihrer Laufbahn zu begleiten. Dem liegt die Bedarfsanalyse der Delmenhorster Schülerstudien zugrunde, die alle vier Jahre erscheint. Besonders lobt Berthold die Zusammenarbeit mit der Stadt, ohne die die Antragsstellung und auch die Präventionsarbeit nicht möglich sei.

Wofür das Geld verwendet wird, stehe noch nicht fest. „Wir wollen auf jeden Fall etwas Neues damit anstoßen“, sagt Berthold. Allerdings sei es coronabedingt schwierig in diesem Jahr, neue Projekte mit externen Leuten an Schulen zu starten. Auch eine zu Beginn des Jahres angestoßene Idee zu einem offenen Sportangebot in Delmenhorst musste vorerst auf Eis gelegt werden.

Froh zeigte sich der Leiter darüber, dass die Beratung ab Montag wieder Präventionsarbeit in Schulklassen durchführen können. „Wir wollen die Prävention an den Grundschulen, Kitas und weiterführenden Schulen weiter ausdehnen“, sagt Berthold.

Sieger in der Kategorie kreisfreie Städte ist Bremen. Insgesamt wurden elf Kommunen für ihre vorbildlichen und wirkungsvollen Aktivitäten zur Suchtprävention geehrt.