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NWZonline.de Region Delmenhorst

Delmenhorster Ratsherr: Suhrkamp zieht Berufung im Kinderporno-Prozess zurück

13.11.2015

Delmenhorst /Oldenburg „Ich kann nicht beweisen, dass ich es nicht war“. Der mittlerweile fraktionslose ehemalige Grünen-Ratsherr Henning Suhrkamp aus Delmenhorst hat am Donnerstag vor dem Oldenburger Landgericht seine Berufung gegen ein Urteil des Delmenhorster Amtsgerichtes zurückgezogen und damit den erstinstanzlichen Richterspruch rechtskräftig werden lassen. Wie berichtet, war Suhrkamp in einem ersten Prozess vom Amtsgericht wegen Besitzes von unzähligen kinder- und jugendpornografischen Bildern und Dateien zu einer Geldstrafe von 3600 Euro verurteilt worden.

Gegen dieses Urteil hatte auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Sie wollte eigentlich eine höhere Bestrafung des 44-Jährigen erreichen. Nachdem aber Suhrkamp seine Berufung zurückgenommen hatte, zog auch die Anklagebehörde ihre Berufung wieder zurück. Die Zurücknahme des Rechtsmittels soll aus Sicht des Angeklagten aber kein Schuldeingeständnis sein. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich bin unschuldig“, betonte der Angeklagte gestern noch einmal. Er sieht sich als Opfer eines Komplotts.

Kinderporno-Affäre: „Sehe keine Veranlassung zurückzutreten“, Artikel vom 19.2.2015

Doch dafür gab es keinerlei Anhaltspunkte, im Gegenteil. Die Beweislage war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft und des Gerichtes erdrückend. Einen Freispruch, wie es sich der Angeklagte vorgestellt hatte, hätte es niemals gegeben. Das hatten Staatsanwaltschaft und Gericht dem 44-Jährigen auch mehr als deutlich signalisiert. Nachbarn des Angeklagten hatten beim Entrümpeln seiner Wohnung eindeutiges Bildmaterial gefunden. Auch auf Suhrkamps Laptop und mehreren USB-Sticks waren kinder- jugendpornografische Bilder und Videos gespeichert.

Das Delmenhorster Amtsgericht hatte sich bei dem Schuldspruch in erster Linie auf die USB-Sticks konzentriert und den Tatbestand des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Bildern für erwiesen erachtet. Das Material auf dem Laptop war außen vor geblieben, weil das Download-Verfahren nicht geklärt werden konnte. Das sieht die Staatsanwaltschaft aber anders. Sie schloss gestern nicht aus, dass es wegen des Laptop-Materials ein weiteres Verfahren gegen Suhrkamp geben könnte. Da würde es dann um den Tatbestand des sich Verschaffens von kinder- und jugendpornografischen Bildern und Dateien gehen.

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