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NWZonline.de Region Delmenhorst

Flüchtlinge: Teilnehmer vom Realschüler bis zum Juristen

02.09.2016

Delmenhorst An drei Standorten in der Bundesrepublik – Ingolstadt, Berlin und Delmenhorst – fiel am Donnerstag der offizielle Startschuss für das je zur Hälfte von der Bundeswehr und der Agentur für Arbeit finanzierte Pilotprojekt „Ausbildungsinitiative syrischer Flüchtlinge“. Auch wenn es sich zurzeit lediglich um 120 Geflüchtete handelt, die bundesweit von der Maßnahme profitieren, wird das Projekt hoch bewertet. So hoch, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr Staatssekretär Markus Grübel diejenigen Bundeswehr-Standorte, an denen die Maßnahme stattfindet, persönlich besuchten.

„Wir stehen noch am Anfang“, räumte Markus Grübel ein, der am Donnerstag zu Gast in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne war. 18 Geflüchtete aus Syrien, ausnahmslos Männer, lernten dort, angeleitet von Ausbildern, die Grundzüge der Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie der Verbandslehre kennen. Vier Wochen dauert die Grundausbildung im Modul „Sanität“. Weitere Ausbildungsmodule haben den Erwerb von Grundfertigkeiten in Handwerk, Bau und Technik zum Ziel. Laut Grübel ginge es momentan vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln, um das Projekt gegebenenfalls im kommenden Jahr in größerem Maßstab fortzusetzen.

„Die Idee entstand auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar“, berichtet Oberstarzt Dr. Johannes Backus, Leiter des für das Modul „Sanität“ federführenden Sanitätsunterstützungszentrums Wilhelmshaven, der am Donnerstag ebenfalls vor Ort in der Delmenhorster Kaserne war. Die Bundeswehr, so habe damals die Verteidigungsministerin gesagt, müsse als einer der größten Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht werden und einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit leisten.

Es gibt aber auch einen weiteren Hintergrund: Die Syrer sollen in den Ausbildungsmodulen Fertigkeiten erlangen, die sie beim künftigen Wiederaufbau Syriens nutzbringend einsetzen können. Backus: „Wir haben hier Teilnehmer vom Realschüler bis zum Juristen.“

Jeder Geflüchtete darf bis zu drei Module belegen. Voraussetzungen sind die Anerkennung als Flüchtling und Grundkenntnisse in der deutschen Sprache.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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