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NWZonline.de Region Delmenhorst

ERDGAS: Verbraucher wollen sich selbst versorgen

11.01.2006

DELMENHORST Die Stadtwerke haben vor Gericht eine Schlappe erlitten. Wie sie darauf reagieren, ist noch offen.

Von Wolfgang Loest DELMENHORST - Wer Gaspreiserhöhungen für ungerechtfertigt hält, Widerspruch gegen die neuen Tarife eingelegt hat und weiter nur nach den alten Sätzen bezahlt, muss nicht befürchten, dass ihm der Hahn abgedreht wird: Das ist der Tenor einer Einstweiligen Verfügung, die das Amtsgericht Delmenhorst erlassen hat. Geklagt hatte ein Kunde der Stadtwerke Delmenhorst (SWD), dem in einem Schreiben angedroht worden war, wegen Abschlagsreduzierung Gas bzw. Wasser abzustellen. Seiner Aufforderung, diese Drohung zurückzunehmen, war das kommunale Unternehmen nicht nachgekommen.

Nach der Entscheidung des Amtsgerichts darf die Gasversorgung bei diesem Kunden erst dann eingestellt werden, wenn die SWD die Angemessenheit ihrer Tariferhöhung nachgewiesen hat.

Ob das Unternehmen Rechtsmittel gegen die Verfügung einlegt, ist noch nicht entschieden, sagte SWD-Chef Hans-Ulrich Salmen gestern auf Nachfrage. Außerdem werde intern geprüft, ob der automatische Versand von Mahnschreiben modifiziert werden muss. Die Musterbriefe sind bislang darauf abgestellt, dass die jeweiligen Kunden finanziell nicht in der Lage sind, ihre Rechnung zu bezahlen. Dass kommt gar nicht so selten vor: „Wir haben im Schnitt jedes Jahr rund 2000 Sperrungen“, erklärte Salmen gegenüber der NWZ. „Das ist unser Tagesgeschäft.“

Wer der Tariferhöhung widersprechen will, sollte seine Rechnung unter Vorbehalt bezahlen, empfiehlt Salmen. „Das ist für alle Seiten die beste Lösung.“ Die Kunden würden nicht gemahnt – und bekämen im Fall des Falles ihr Geld zurück. Dass es dazu nicht kommt, ist für den SWD-Chef allerdings eine ausgemachte Sache: Schließlich würden die Kostensteigerungen von den Vorlieferanten vorgegeben.

Eva Sassen, Mitbegründerin des Gaspreisforums, will über die 1600 Gaskunden hinaus weitere Delmenhorster zum Widerspruch animieren. Entsprechende Musterbriefe gibt es heute, Mittwoch, auf einer Versammlung, die um 18.30 Uhr in der Gaststätte „Zum Tell“ an der Stedinger Straße 233 beginnt.

Hauptthema des Abends ist allerdings die Gründung einer Gas-Genossenschaft, die in Delmenhorst als SWD-Konkurrentin die Eigenversorgung übernehmen soll. Als Referenten sind Mathias Fiedler vom Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften und Stefanie Usbeck von der Frauenenergiegemeinschaft Windfang eG zu Gast. Interessenten, die in eine solche Gas-Genossenschaft eintreten würden, können sich bereits in Listen eintragen.

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