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NWZonline.de Region Delmenhorst

Von blauen Pferden und Honigherzen

18.07.2018

Delmenhorst Egal ob ein Flamingo mit Zylinder, ein blaues Pferd mit Federschmuck oder ein aufgeschreckt blickender Hahn – die leuchtend bunten Bilder von Jessica Castillo Mendoza sind von der Natur inspiriert. „Ich glaube, das hat etwas mit meiner Kindheit in Venezuela zu tun, da gab es viele Straßenhunde, mit denen ich gespielt habe“, sagt die 34-Jährige. In dieser Zeit habe sie ihre Liebe zu Tieren entdeckt, die sie heute inspiriere, verrät sie im Gespräch mit der NWZ.

Die Künstlerin aus Bremen stellt ihre Werke ab Samstag, 28. Juli, im Blumen- und Geschenkartikelladen Annemohn in der Delmenhorster Innenstadt aus. Die Vernissage mit Sektempfang und einem kleinen Imbiss läuft von 11 bis 13 Uhr. Sehen und kaufen kann man die Bilder dann zu den regulären Öffnungszeiten des Geschäftes an der Kirchstraße 10 (montags bis freitags von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 14 Uhr).

Spät zur Malerei gefunden

Was man beim Betrachten ihrer Bilder nicht vermutet, ist dass die Künstlerin erst vor gut einem Jahr mit der Malerei begonnen hat. „Es war von Anfang an so, als hätte Jessica nie etwas anderes gemacht“, beschreibt ihr Freund Hauke Helmerichs.

Die Kunst habe in ihrem Leben eigentlich keine besondere Rolle gespielt, berichtet die 34-Jährige. „Bis zu dem Tag, an dem wir eine Kücheninsel gebaut haben und ein Teil der Arbeitsplatte abgesägt werden musste. Ich habe mir das Holzstück geschnappt und einen großen Uhu darauf gemalt.“

Von da an war es um seine Freundin geschehen. „Jessica hat sich Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen, Youtube-Videos zur Kunstgeschichte angesehen und immer mehr Bilder gemalt“, erinnert sich ihr Freund.

„Ich bin dann wie im Tunnel“

„Bevor ich losmale, mache ich mir immer eine Skizze“, berichtet die Künstlerin. Wenn sie dann zum Pinsel greift, sei sie eins mit der Sache. „Ich bin dann im Tunnel, das ist fast wie eine Meditation“, sagt sie und geht sogar noch einen Schritt weiter. „Für mich ist Kunst auch eine Art Therapie. Das Malen hilft mir vor allem im Winter, wenn es kalt und lange dunkel ist.“ Aus diesem Grund würden viele ihrer Werke auch in der kalten Jahreszeit entstehen.

Inspiration findet Jessica Castillo Mendoza auf vielfältige Weise. „Das Bild vom blauen Pferd habe ich zum Beispiel gemalt, nachdem ich von einem solchen Pferd geträumt habe“, sagt sie.

Das Porträt eines Hahnes sei einem Hahn nachempfunden, den die Familie in ihrer Jugendzeit hielt. „Dem haben wir damals Kunststücke beigebracht. Ich hatte noch ein Foto von ihm und habe mich daran orientiert.“

Herz ist wichtiges Motiv

Anatomisch dargestellt: Herz mit Tieren und Blumen

Ein anderes, wichtiges Motiv ist für die Künstlerin das Herz – anatomisch dargestellt. In verschiedenen Werken hat sie es aufgegriffen und mit immer anderen Elementen ergänzt oder verziert. So zum Beispiel in der Version mit Bienenwaben, die an dem lebenswichtigen Muskel sitzen, aus denen Honig tropft. „Das Bienenthema taucht hier auf, weil die Tiere für den Menschen sehr wichtig sind. Ohne sie könnten wir nicht existieren“, erklärt die 34-Jährige.

Wie auch bei den Tieren liegt der Bezug zum Herz-Motiv in der Vergangenheit von Jessica Castillo Mendoza. „Als meine Mutter mit mir schwanger war, sagte ihr ein Arzt, dass mein Herz sehr schwach sei und ich die Schwangerschaft wahrscheinlich nicht überleben würde.“ Ein anderer Arzt habe ihrer Mutter deshalb empfohlen, sich gesünder, vor allem vitaminreicher zu ernähren.

Ein Herz wie ein Pferd

„Bei der nächsten Untersuchung war der Herzschlag so laut zu hören, dass der Arzt meinte, mein Herz könnte das eines Pferdes sein“, erzählt die Künstlerin, die zum zweiten Mal ihre Werke präsentiert. Einmal habe sie im Bremer Roland-Center ausgestellt. „Da konnte ich die ersten Bilder verkaufen. Ich hoffe, in Delmenhorst kommen die Bilder auch gut an.“

Wolfgang Alexander Meyer
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2115

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