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NWZonline.de Region Delmenhorst

Möglichkeiten der Integration

11.02.2019
Frage: Ist Delmenhorst eine Einwanderungsstadt?
Luft: Delmenhorst hat zumindest sehr viel Erfahrung mit Zuwanderern. Der Anteil an Personen „mit Migrationshintergrund“ ist ja sehr hoch.
Frage: Welche Herausforderungen hat die Stadt in Bezug auf Integration zu bewältigen?
Luft: Die soziale Auseinanderentwicklung zwischen den Stadtteilen spielt in Delmenhorst eine wichtige Rolle, wie in den allermeisten Städten. In den Schulen ist die Ballung meist noch stärker. In sozial schwachen Stadtteilen wohnen oft die meisten Kinder. Das förderliche Umfeld fehlt ihnen häufig – das gilt für Leute, die nicht zugewandert sind ebenso wie für Zugewanderte. Hier stehen die Städte sicher vor sehr großen Herausforderungen. Für eine erfolgreiche Eingliederung in das Bildungssystem und den Fachkräftearbeitsmarkt wichtig sind gute Deutschkenntnisse, erworbene Qualifikationen und bestimmte Umgangsformen. Darauf müssen sich alle konzentrieren.
Referiert über Integration: Dr. Stefan Luft BILD: privat

Vortrag von Dr. Stefan Luft

Dr. Stefan Luft ist Privatdozent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen.

An diesem Montag, 11. Februar, 19.30 Uhr, spricht er am Hanse-Wissenschaftskolleg, Lehmkuhlenbusch 4, in Delmenhorst, zum Thema „Integrationspolitik. Wege und Irrwege“.

Frage: In Europa ist jüngst ein Rechtsruck zu verzeichnen. Was hat das mit dem Zuzug von Flüchtlingen zu tun?
Luft: Die Veränderung des deutschen Parteiensystems durch eine dezidiert rechte Partei, die mehr als nur vereinzelte spektakuläre Erfolge verzeichnet, war in der Folge der Flüchtlingskrise fast schon zu erwarten. Auch die seit längerem zu beobachtenden Verschiebungen im politischen Koordinatensystem der Bundesrepublik Deutschland spiegeln sich hier wider.
Frage: In Delmenhorst zog die AfD bei den letzten Kommunalwahlen als drittstärkste Partei in den Rat ein. Wie erklären Sie das? Ist das eine Gefahr für die Demokratie?
Luft: Neben lokalpolitischen Aspekten spielen auch die allgemeinen Entwicklungen eine Rolle. Das kann auch als Prozess der Angleichung an andere europäische Staaten gesehen werden. Eine Gefahr für die Demokratie ist das noch nicht. Einerseits darf das Klima in einer Stadt durch Hetze oder Diffamierung von Gruppen nicht vergiftet werden. Andererseits müssen die anderen Parteien glaubhaft vermitteln, dass sie sich der Sorgen der Bürger annehmen. Konkurrenzen um Wohnraum, im Niedriglohnsektor oder bei der Nutzung des öffentlichen Raums, von denen vor allem wirtschaftlich Schwache betroffen sind, gibt es ja tatsächlich.
Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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