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NWZonline.de Region Delmenhorst

Wanderausstellung befasst sich mit NSU-Verbrechen

27.10.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-10-27T05:26:10Z

Rechtsextremismus:
Wanderausstellung befasst sich mit NSU-Verbrechen

Delmenhorst Der Kriminalpräventive Rat (KPR), das „Breite Bündnis gegen Rechts – Delmenhorst bleibt bunt“ und die Volkshochschule (VHS) Delmenhorst haben die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ nach Delmenhorst geholt. Die Schau wird an diesem Freitag, 28. Oktober, um 19 Uhr im Lichthof der VHS, Am Turbinenhaus 11, eröffnet.

Die bildreiche Wanderausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in den Jahren 2000 bis 2011 sowie der Aufarbeitung nach dem Auffliegen der Bande im November 2011 auseinander.

Programm zur Ausstellungseröffnung

Begrüßung: Martin Westphal, Geschäftsführer der VHS Delmenhorst

Grußwort: Oberbürgermeister Axel Jahnz

Eröffnung: Ruth Steffens/Sebastian Rann (Bundesprogramm „Demokratie leben!“) und Hartmut Nordbruch/Dr. Christian Glaß (Breites Bündnis gegen Rechts)

Vortrag und Einführung: - Birgit Mair (ISFBB, Nürnberg)

Neonazis und Rassisten sind gemäß Versammlungsgesetz von der Ausstellungseröffnung ausgeschlossen.

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien der zehn Mordopfer vorgestellt. Auch die Angehörigen kommen zu Wort. Weitere Tafeln befassen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, durch die Menschen lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonazi-Szene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt wird auch, weshalb die Mordserie nicht aufgedeckt wurde, sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Komplex, nachdem die neonazistische Terrorgruppe entdeckt wurde.

Die Wanderausstellung ist in den Jahren 2012 und 2013 von Birgit Mair im Auftrag des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) erstellt und im November 2013 in Nürnberg eröffnet worden. Es ist die dritte Ausstellung, die die Sozialwissenschaftlerin und Rechtsextremismus-Expertin im Auftrag des Instituts erstellt hat. Die Schau wurde bisher bundesweit mehr als hundertmal gezeigt.

Die Ausstellung ist bis zum 18. November in der VHS zu sehen und meistens von montags bis freitags in der Zeit von 8.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Für weitere Informationen zu kostenlosen Gruppenführungen oder Beratungen können sich Interessierte an KPR-Geschäftsführerin Ruth Steffens unter Telefon 04221/99-2519 oder per E-Mail an kpr@delmenhorst.de wenden.


Ein Begleitband ist erhältlich unter   www.opfer-des-nsu.de 

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