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NWZonline.de Region Delmenhorst

Aktionstage: Was sich aus Müll machen lässt

27.11.2014

Delmenhorst Welche Auswirkungen hat der ganze Müll, den jeder täglich produziert? Und was lässt sich eigentlich mit Müll anfangen, außer ihn in die Tonne zu werfen? Um solche Fragen geht es während der „Europäischen Woche zur Abfallvermeidung“, die auch in der Delmenhorster Markthalle am Mittwoch begann. 13 Vereine, Initiativen und einzelne Aussteller zeigen auch noch an diesem Donnerstag ihre Ideen.

Mit alten Schuhen befasst sich zum Beispiel Anastasia Lotikova. Die Mode-Studentin aus Bremen schnappt sich alte Lederschuhe und verschafft ihnen ein zweites Leben als Rucksack, Laptoptasche, Gürtel oder Schmuckstück. „Die Schuhe gehen oft an der Sohle kaputt. Die Reparatur ist dann meistens teurer als ein neues Paar. Sie landen im Müll, obwohl das Leder in Ordnung ist“, erklärt sie. Alles an einem Schuh könne die 27-Jährige zwar nicht verarbeiten, denn manch einer bestehe aus 40 verschiedenen Materialien. Aber von Hand ließen sich diese gut voneinander trennen und dann bestmöglich entsorgen.

Eines ihrer Ziele: Zeigen was in Sachen Recycling überhaupt möglich ist. „Schuhe sind ein schwieriges Material. Trotzdem lassen sich daraus verschiedene Sachen machen.“ Sie verkauft ihre Stücke unter dem Namen „Memory Shoe“. Schuhe seien schließlich auch Erinnerungsstücke. Aus einem Paar, mit dem sie viele Reisen unternommen hat, machte sie ein Armband für eine Uhr. So kann sie es jederzeit mit sich herumtragen.

Alte Computer hingegen macht das PC-Team Nordwolle wieder fit. „Wir bekommen alte Rechner meist über Spenden. Die Festplatte wird formatiert, ein lizenzfreies Betriebssystem installiert und dann geben wir die fertigen Systeme an Bedürftige ab“, erklärt Daniel Tholen. Alte Teile, die nicht mehr verwendet werden können, gehen an einen Schrotthändler und werden recycelt.

Mit technischen Gerätschaften befasst sich auch die SPD AG 60 Plus. Im Reparaturcafé kümmern sie sich um kleinere Haushaltsgeräte, die nach Ablauf der Garantie ihren Dienst verweigern. „Die halten nicht mehr so lange. Wenn ich daran denke, wann ich mir einen Fernseher gekauft habe, werden die Abstände eher kürzer“, stellt Karl-Günter Ziesmer fest.

Daneben machen sie auf die zunehmende Verschmutzung der Meere durch Plastik aufmerksam. „Vögel und Fische fressen Plastik, das im Meer schwimmt, und verenden daran“, erklärt Dietmar Knoche. Einige Teile sind mikroskopisch klein und landen schließlich bei uns auf dem Teller. „Das wird schon ziemlich gruselig“, meint Ziesmer.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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