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NWZonline.de Region Delmenhorst

Wasserturm zeigt sich bald „entrüstet“

16.04.2016

Delmenhorst Fünf Monate lang ließen Gewebeplanen und ein Stahlgerüst keinen ungehinderten Blick auf den Wasserturm zu. Am kommenden Montag endlich wird das 44 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt wieder „entrüstet“. Kurz zuvor werden die zwischenzeitlich erledigten Putzarbeiten nochmals von einem Experten begutachtet. Falls – wie allerdings nicht zu erwarten – dann noch Reparaturen zu erledigen sind, kann das Gerüst noch genutzt werden. Nach Ansicht einiger Bürger hat es schon viel zu lange gestanden. „Wir mussten den Turm im November einrüsten, weil sich dicke Steinbrocken gelöst hatten, da ging es um Leben und Tod der Passanten“, begründete am Freitag bei einer Turmbesichtigung Fachbereichsleiter Andreas Tensfeldt.

Und schließlich sei die Witterung den ganzen Winter über so schlecht gewesen, dass die erforderlichen Putzarbeiten nicht in Angriff genommen werden konnten, erklärte Frauke Schmidt vom Fachdienst Architektur: „Wir brauchten über einen längeren Zeitraum konstant mindestens fünf Grad über Null. Sonst bindet das Sandgemisch nicht ab und es kann nicht verarbeitet werden“.

Neu verputzt wurde eine Fläche von etwa 100 Quadratmetern rund um die Freifläche am Turmkopf. Der dazu verwendete Muschelkalkkratzputz wurde eigens angemischt, und so aufgebracht, dass der Übergang vom bisherigen zum neuen Putz kaum zu erkennen ist. Mit den Arbeiten war eine Spezialfirma aus Apen beauftragt. „Solche Fachleute gibt es bundesweit sehr selten und sie sind sehr gefragt“, meinte Andreas Tensfeld. Der Kratzputz ist typisch für die Stoffregen-Bauten in der Stadt und erfordert großes handwerkliches Geschick.

Weil das Gerüst deutlich länger stehen musste als ursprünglich geplant, reichen die im Vorfeld eingeplanten und von der Politik bereits genehmigten 45 000 Euro für die Sanierung nicht aus. „Wenn nicht bei den Arbeiten eingespart werden konnte, werden die rund 20 000 Euro zusätzlich für das Gerüst hinzukommen“, rechnet der Fachbereichsleiter vor. Genaue Zahlen könne er aber erst nach der Abrechnung aller erbrachten Leistungen nennen.

Der Wasserturm wurde 1910 gebaut und zuletzt im Jahr 1999 umfangreich saniert. Damals war der gesamte Außenputz bis auf den Backsteinuntergrund abgeschlagen und neuer aufgebracht worden. Ende vergangenen Jahres hoffte man zunächst auf einen geringen Sanierungsbedarf, der ohne Gerüst hätte erledigt werden können. Bei genauerer Untersuchung hatten sich dann aber erheblich höhere Schäden herausgestellt.

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