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WELLPAPPEFABRIK Klingele plant Millionen-Neubau

200 Mitarbeiter in Delmenhorst

Die Klingele-Gruppe,

Hauptsitz ist Remshalden (bei Stuttgart), mit Niederlassung in Delmenhorst, gehört nach eigenen Angaben zu den fünf größten Wellpappe-Herstellern Deutschlands.

200 der insgesamt rund

900 Mitarbeiter sind im 1955 errichteten Werk Delmenhorst tätig. Dem Familienunternehmen steht hier als Chef in der dritten Generation Dr. Jan H. Klingele vor. Werksleiter ist Klaus-Peter Westphal, Verkaufsleiter Joachim Braunisch.

Rund sieben Millionen

Euro sollen in den nächsten Jahren noch in das örtliche Werk investiert werden.

Der geplante Bau einer Lagerhalle strapaziert das bisher gute Verhältnis zur Nachbarschaft. Eine Entscheidung fällt im kommenden Jahr.

Von Mechthild Voigt

Delmenhorst Das seit 53 Jahren am Annenheider Bahnhof ansässige Wellpappewerk Klingele plant auf seinem Grundstück einen rund 5,5 Millionen Euro teuren Neubau eines Fertigwarenlagers. „Nur so bleiben wir konkurrenzfähig und sichern die 200 Arbeitsplätze“, sagt Werksleiter Klaus-Peter Westphal. Noch offen ist nach seinen Worten, wie das neue Gebäude für 12 000 bis 14 000 Paletten aussehen wird.

Die Grunduntersuchungen mit kostenaufwendiger Bodenanalyse in dem Gewerbe-/Mischgebiet sind laut Westphal abgeschlossen. Jetzt sei ein Delmenhorster Architekt mit der Ausarbeitung verschiedener Bau-Optionen beauftragt worden. Der Baubeginn ist für Mitte kommenden Jahres angepeilt.

Die Baupläne drohen zu einer Zerreißprobe für das bisher gute nachbarschaftliche Verhältnis mit Anwohnern der Wissmann- und Vogelsangstraße zu werden. Sie fürchten vermehrte Lärmbelästigung durch Maschinen und vor allem den erwarteten zunehmenden Lastwagenverkehr. Derzeit transportiert Klingele täglich etwa zwölf Lastwagenladungen über die Annenheider Straße in Außenlager auf dem VKS-Gelände und nach Lübeck.

Für das am Grundstücksende gelegene neue Lager bietet sich laut Westphal auch eine neue Verkehrslösung in Form einer Anbindung der Wissmann- an die Mackenstedter Straße an. „Klingele würde einer Überwegung über das firmeneigene Grundstück zustimmen“, signalisiert der Werksleiter. Unklar ist, wer die Kosten von rund 300 000 Euro für die Querung der Strecke der Delmenhorst-Harpstedter-Eisenbahn übernimmt. Über Einzelheiten soll im August in der Fachausschuss-Sitzung gesprochen werden. Anwohner laden unterdessen zu einer Bürgerversammlung für Donnerstag, 10. Juli, um 18 Uhr in die Vogelsangstraße 31 ein.

Er habe Anwohnern schon vor geraumer Zeit eine Telefonnummer gegeben, über die sie sich bei übermäßigen Belästigungen beschweren können, so Westphal. „Bei großer Hitze bleibt schon mal unbeabsichtigt ein Rolltor geöffnet und im Drei-Schicht-Betrieb wird der Geräuschpegel nachts als zu hoch empfunden“, räumt er ein. Allerdings halte sich das Unternehmen strikt an Lärmschutzvorschriften. 200 Mitarbeiter in Delmenhorst

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