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NWZonline.de Region Delmenhorst

Wenig Jugendliche mit grünem Daumen

30.07.2015

Delmenhorst „Hier hat sich ja alles prächtig entwickelt“ stellt SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag fest. Die Politikerin ist auf Sommertour durch Betriebe in der Region. Eingeladen wurde sie von Henning Sannemann, Präsident des Wirtschaftsverbandes Gartenbau Niedersachsen, um sich ein Bild über die Branche zu machen. Und die hat momentan mit einigen Problemen zu kämpfen.

„Der Gartenbau macht zurzeit einen Strukturwandel durch“, erklärt Henning Sannemann im Gespräch mit der Politikerin. „Künftige Generationen werden weniger Pflanzen kaufen, der Markt stagniert.“ Außerdem herrsche immer mehr Unwissenheit über Pflege und Anbaumethoden von Zierpflanzen, so der Präsident. Im Gemüseanbau gehe der Trend jedoch in die entgegengesetzte Richtung. „Früher wurden Leute belächelt, die eine Tomatenpflanze gekauft haben. Heute setzten immer mehr Menschen auf Selbstversorgung.“ Dort sei auch das entsprechende Fachwissen vorhanden, meint Sannemann.

„Nichtsdestotrotz machen uns die verschiedenen Regelungen der Öffnungszeiten zu schaffen.“ Diese seien, für den Verkauf von Blumen, in jedem Bundesland anders geregelt. Besonders die Betriebe an der Grenze zu den Niederlanden würden darunter leiden, weiß der Präsident.

Gärtnermeister Arkenau weist auf ein weiteres Problem hin. Dem Gartenbau fehle es an Nachwuchs. „Unsere Anforderungen an Bewerber sind eigentlich nicht allzu hoch“, so der Marktleiter. „Sie müssen ehrlich, fleißig und zuverlässig sein“.

Andere Handwerksberufe scheinen heutzutage für Schulabgänger jedoch deutlich attraktiver zu sein. „Beim Beruf des Gärtners denken viele immer noch an Schmutz und Arbeit im Freien bei Wind und Wetter“, erklärt Henning Sannemann. Das sei aber überhaupt nicht so, betont der Präsident.

Das Gartencenter Arkenau am Niedersachsendamm beschäftigt derzeit 30 Mitarbeiter. Auch ein eigenes Café kann hier von Kunden besucht werden. „Ich bin zufrieden mit der Entwicklung am Standort“, so Arkenau. Auch eine weitere Filiale in der Region könnte sich der Gärtnermeister durchaus vorstellen.

Julia Zube Volontärin / NWZ-Redaktion
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