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NWZonline.de Region Delmenhorst

Tag Der Helfer: Wenn jede einzelne Minute zählt

08.05.2017

Delmenhorst „Hilfe, helft mir! Ich will hier raus!“, rief die Unfalldarstellerin bei der Großübung. Sie war die Beifahrerin eines Pkw, der bei einem inszenierten Frontalzusammenstoß mit einem Linienbus zusammengestoßen war. Eine Gemeinschaft von Freiwilliger Feuerwehr, Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern zeigte vor Publikum und über Leinwand, wie sie die beiden Personen Stück für Stück aus dem völlig demolierten Auto befreiten. Bei strahlenden Sonnenschein wird auf dem Gelände um das Delmenhorster Veranstaltungshaus Divarena der Ernstfall im Rahmen des fünften Tag der Helfer geprobt. „Ich hoffe die Übung hat gezeigt, dass es manchmal auf jede Minute ankommt“, sagt Marcel Colter, Dienstellenleiter des Ortsverbandes Wilhelmshaven der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Auf dem Gelände der Divarena waren über 40 Aussteller vertreten. Von der Freiwilligen Feuerwehr, die mit einer Vielzahl an Fahrzeugen vor Ort war, über die Bundeswehr, die zur Panzerbegehung einlud oder dem Technischen Hilfswerk. Alle Helfer wollten über ihre Arbeit informieren oder die ein oder andere Spende sammeln.

„Der mir am deutlichsten in Erinnerung gebliebene Einsatz, war ein Einsatz auf der Außenweser vorm Columbus-Terminal in Bremerhaven. Dort mussten wir einen vermissten Berufstaucher suchen. Das hatte leider keinen glücklichen Ausgang“, sagte Hans-Joachim Katenkamp von den Seenotrettern. Er ist für die Förderergewinnung zuständig. Für die Zukunft wünscht sich Katenkamp trotzdem möglichst wenig Einsätze. „Jeder Einsatz, den wir nicht fahren müssen, ist ein erfolgreicher Einsatz.“

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Zwischen dem Getümmel auf dem Gelände waren die immer wieder aufheulenden Sirenen von US-Polizeiautos nicht zu überhören. Der Verein „Police Car Owners of America“ stellt ausgediente US-Streifenwagen aus. „Bei den Wagen gibt es keinen Standard. Sie sehen alle anders aus“, erklärte Vereinsvorsitzende Karsten Brammertz seine Faszination. Doch was halten US-Polizisten eigentlich von deutschen Polizeiautos? „Die Beamten in den Staaten fahren sehr gern BMW-Motorräder, weil die Technik einfach besser ist. Die Polizeiautos aber haben dort mehr PS“, schmunzelte Brammertz.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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