Delmenhorst - Die großen Bauvorhaben um Delmenhorst herum waren das Thema bei der Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft B 212neu. In seinem Jahresbericht stellte Vorsitzender Uwe Kroll die Aktivitäten in 2012 dem Vorstand und 25 Mitgliedern vor.

Im vergangenen Jahr hatten die Vertreter der IG B 212neu in zahlreichen Treffen mit Politikern und Planern ihre Bedenken gegenüber den verschiedenen Plänen geäußert. So erläuterten sie ihre Sorgen Jörg Bode, dem damaligen Verkehrsminister des Landes, und Gert Lindemann, damals Landwirtschaftsminister, – ohne die Meinung der Minister zu ändern, wie Kroll betonte.

Ebenso trafen sie sich mit den Landtagsabgeordneten Björn Thümler (CDU) und Axel Brammer (SPD), sowie mit den Planern des Straßenbauamts in Oldenburg. Derzeit sei bei der Planung noch vieles offen, doch schon jetzt würden bei den einzelnen Schritten Fehler gemacht, sagte Kroll. Die Aufsplittung der einzelnen Abschnitte allein bei der B 212neu in drei Planfeststellungsverfahren sei ein solcher.

Außerdem sei immer noch unklar, wie eine Umfahrung Delmenhorsts durch die B 213 auszusehen habe, so Kroll. Die so genannten Ostvarianten, vermutet er, werden höchstwahrscheinlich nicht realisiert, da sie durch ein Poldergebiet führen.

Ein weiteres Problem stelle der geplante Windpark Sannauer Helmer der Gemeinden Ganderkesee und Lemwerder dar: Es sei nicht berücksichtigt, dass für ein solches Objekt eigentlich Ausgleichsflächen zu schaffen seien, so Kroll.

In diesem Jahr sei es zudem gelungen, an jeder Ausfallstraße der Stadt ein Plakat der IG B 212neu aufzustellen, berichtete Kroll. Auch die Zahl der Mitglieder ist stabil geblieben.