Delmenhorst - Im Vorstand der jüdischen Gemeinde Delmenhorst ist Svetlana Tchetchelnitskaja für Kulturveranstaltungen zuständig. Jetzt ist ihr ein großer Wurf gelungen: Die Gemeinde wird Gastgeberin des 15. Jüdischen Chorfestivals in Norddeutschland sein und am Sonntag, 17. Mai, Chöre und Tanzgruppen aus Oldenburg, Hamburg, Bremen, Hannover, Osnabrück, Cottbus und Magdeburg begrüßen. „Wir freuen uns, dass es geklappt hat“, sagt der stellvertretende Gemeindevorsitzende Gennadiy Fish.
„70 Jahre nach Kriegsende ein Gesang für den Frieden“ lautet das Motto des Festivals, das um 12 Uhr im Kleinen Haus beginnt. Geboten wird geistliches Liedgut und Folklore auf hebräisch, jiddisch und russisch. Der Eintritt zu der dreistündigen Veranstaltung ist frei, um eine Spende wird gebeten. In der Pause gibt es koschere Snacks und wer mag, kann sich an einem jüdischen Tanz versuchen.
Der Gesang hat in der jüdischen Liturgie einen hohen Stellenwert, berichtet der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Pedro Benjamin Becerra. „Alles was in der Thora steht, kann man auch musikalisch darstellen.“ Diesen Part übernehmen unter anderem ein gesanglich ausgebildeter Kantor aus Minden, ein Rabbiner aus Hamburg und die Rabbinerin Alina Treiger, geistliches Oberhaupt der jüdischen Gemeinden Delmenhorst und Oldenburg.
Der gemeindeeigene Chor „Shalom“ wird das Festival mit dem musikalischen Gebet „Frieden und Glück“ eröffnen. Danach kommen in lockerer Folge Gesangs- und Tanzdarbietungen der weiteren beteiligten Ensembles und gemeinsame Gesangseinlagen. Auch Klezmermusik ist dabei.
