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NWZonline.de Region Delmenhorst

Klinikum: „Wir haben keine andere Wahl“

23.07.2015

Delmenhorst Eine um drei Mio. Euro erhöhte Bürgschaft und ein Betriebszuschuss in Höhe von 2,5 Mio. Euro: Der Delmenhorster Rat hat – wie berichtet – am Dienstag für die Rettung des Klinikums abermals viel Geld in die Hand genommen. Seit Oktober 2014 waren die Belegungszahlen des städtischen Krankenhauses dramatisch eingebrochen, eine Folge des Högel-Prozesses. Ohne die neuerlich gewährte Finanzspitze hätte das Haus mit 600 Mitarbeitern Insolvenz anmelden müssen.

Aber es gibt auch Kritik. Zum Beispiel daran, dass die Belegschaft durch Gehaltsverzicht in den Jahren 2016/17 ihren Teil zur Rettung beisteuern soll. „Ich kann die Kollegen verstehen, die den gewünschten Verzicht wollen. Sollte es so kommen, wünschen sich die Mitarbeiter auch etwas von Ihnen“, sagte etwa der Klinikums-Betriebsratsvorsitzende Gert Prahm. Zudem gehen Ratspolitiker davon aus, dass ein Ende der Klinikums-Subventionierung nicht in Sicht sei, etwa Uwe Dähne (UAD). Man sehe der betriebswirtschaftlichen Realität nicht ins Auge, sagte er. Oberbürgermeister Axel Jahnz hat dazu seine eigene Sichtweise. Aufgrund des lediglich zehnprozentigen Anteils der Stadt an der gemeinsamen Holding seien künftige Zuschüsse tragbar, sagte er am Rande der Ratssitzung.

Bauchschmerzen hatten auch die Grünen: „Im Klinikum wurde nicht in die Zukunft investiert, und das holt uns jetzt ein“, sagte Fraktionschefin Marlis Düßmann. Ähnlich Volker Wohnig (parteilos): „Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben in den letzten zehn Jahren versagt.“

„Wir haben keine andere Wahl“, begründete Heinrich-Karl Albers die Zustimmung der CDU zur Vorlage, „aber wir werden nicht sagen, mit diesem Ratsbeschluss seien alle Probleme gelöst.“ Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Meyer-Garbe begründete die Zustimmung mit den in Aussicht stehenden Fördermitteln in Höhe von 80 Mio. Euro für das neue Krankenhaus Josef-Hospital.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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