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NWZonline.de Region Delmenhorst

Zielvereinbarungen nur knapp verfehlt

18.02.2017

Delmenhorst Frank Münkewarf, seit Mai 2015 Geschäftsführer des Delmenhorster Jobcenters, kann ganz zufrieden sein. Im vergangenen Jahr 2016, dem ersten kompletten Jahr unter seiner Leitung, hat das Jobcenter die mit seinen Trägern geschlossenen Zielvereinbarungen weitgehend erfüllt. Nicht ganz geschafft wurde die vereinbarte Integrationsquote von 19,9 Prozent. Die Zahl drückt den Anteil der in Arbeit gebrachten erwerbsfähigen Leistungsbezieher an deren Gesamtzahl aus. Zum Schluss waren es 1439 Integrationen von insgesamt 7495 Personen, das sind 19,2 Prozent, Für das Arbeitslosengeld II und die Kosten der Unterkunft wurden 27,19 Millionen Euro ausgegeben.

Wegen des anhaltenden Zustroms von Geflüchteten hatte die 160 Mitarbeiter große Behörde, die anteilig von der Agentur für Arbeit und der Stadt Delmenhorst getragen wird, im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld zur Verfügung. Dieses wurde zum Beispiel für Eingliederungszuschüsse an Betriebe, die Langzeitarbeitslose einstellen, die „Werkakademie“, in der sich Jobcenter-Neukunden weitgehend selbst um ihre Belange wie das Schreiben von Bewerbungen kümmern, die Betreuung anerkannter Flüchtlinge durch sprachkundige Spezialisten und das Programm „Netzwerk Aktivierung, Beratung und Chancen“ eingesetzt. In Letzterem werden Jobcenter-Kunden durch Arbeitsvermittler intensiver betreut als das im Alltagsgeschäft möglich ist, drei Arbeitsvermittler betreuen jeweils 50 Personen statt 200. Münkewarf ist von dem Programm überzeugt: „Ende Juni waren bereits 60 Personen integriert, bis zum Jahresende waren es 97.“

Für das Jahr 2017 sieht die Zielvereinbarung eine Integrationsquote von 19,3 Prozent vor, wobei das Jobcenter von 1522 Integrationen in den Arbeitsmarkt von insgesamt 7889 erwerbsfähigen Leistungsbeziehern ausgeht. Die Leistungen zum Lebensunterhalt werden in 2017 auf 29,18 Millionen Euro beziffert.

Als konkrete Handlungsfelder dieses Jahres nennt Münkewarf die Integration junger Flüchtlinge in die Ausbildungsstellenmarkt (Arbeitsvermittler werben bei den Betrieben für die Besetzung der Stellen mit Flüchtlingen), die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Angebot der Arbeitsvermittler an betroffene Arbeitgeber) und Weiterführung des Intensivbetreuungs-Programms „Netzwerk“.

Für 2017/18 plant das Jobcenter zudem die verstärkte Betreuung Jugendlicher aus Bedarfsgemeinschaften, um ihnen Perspektiven jenseits von Hartz IV zu ermöglichen, die vermehrte Aktivierung und Qualifizierung des harten Kernes Langzeitarbeitsloser und die verstärkte Ausbildung älterer, gering qualifizierter Kunden zu Fachkräften. Und last but not least soll für die inzwischen rund 1500 Jobcenter-Kunden aus nichteuropäischen Herkunftsländern ein breites Spektrum an individuellen Maßnahmeangeboten vor, während und nach dem Integrationskurs vorgehalten werden.

Wolfgang Bednarz
Delmenhorst
Redaktion Delmenhorst
Tel:
04221 9988 3

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