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NWZonline.de Region Delmenhorst

Urteil: 21-Jähriger missbraucht Bekannte im Schlaf

07.01.2014

Delmenhorst Zwei Jahre und neun Monate: Dieses Urteil verhängte das Amtsgericht Delmenhorst am Montag gegen einen 21-Jährigen wegen schweren sexuellen Missbrauchs seiner zur Tatzeit 17-jährigen Bekannten. Die Tat habe sich im Februar 2013 ereignet: Während die Frau fest schlief, habe er sie zweifach missbraucht. Dann sei sie aufgewacht und habe die Flucht ergriffen. Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Eine vom Amtsgericht in Auftrag gegebene DNA-Analyse hatte den sexuellen Kontakt des Angeklagten mit dem Opfer nachgewiesen. Erst nachdem der Richter die Analyse zu Beginn der Verhandlung vorgelesen hatte, gab der Angeklagte eine Erklärung ab. Beim ersten Verhandlungstermin im November hatte er noch behauptet, das Opfer lüge. Am Montag erklärte er nun, er sei der Überzeugung gewesen, die Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Man habe viel getrunken, sei dann ins Bett gegangen; seine Bekannte sei immer wieder zu ihm rüber gerutscht. Es tue ihm leid, dass es so gekommen sei. „Ich würde so etwas nie tun“, so der Angeklagte. Dass er die sexuellen Handlungen zunächst nicht zugegeben hatte, begründete er mit den Worten: „Ich wollte erst mal abwarten, wie es läuft.“ Sowohl beim Angeklagten als auch beim Opfer wurde Liquid Ecstasy nachgewiesen; in höherer Dosis verabreicht, wirkt es wie K.o.-Tropfen. Zwar, so der Richter, könne man dem Angeklagten nicht beweisen, dass er seinem Opfer so viel davon verabreicht habe, dass es in den tiefen Schlaf gefallen sei; fest stehe allerdings, dass das Opfer widerstandsunfähig gewesen sei, und der Angeklagte habe das ausgenutzt.

Dem Vorschlag der Jugendgerichtshilfe, Jugendstrafrecht anzuwenden, folgten weder die Staatsanwaltschaft noch der Richter. Der zum Tatzeitpunkt 20 Jahre und drei Monate alte Angeklagte sei selbstständig und kein Muttersöhnchen, so der Richter. Die Mindeststrafe für sexuellen Missbrauch von zwei Jahren hätte verhängt werden können, aber da er anfangs das Opfer, das er zudem zweifach vergewaltigt hatte, der Lüge bezichtigt hatte, entschied sich das Gericht zu zwei Jahren und neun Monaten.

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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