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NWZonline.de Region

Spotify schreitet zur Adresskontrolle

19.09.2019

Berlin (dpa/tmn) - Ein Haushalt, gleicher Wohnsitz, dieselbe Adresse: Das machen fast alle Musikstreaming-Dienste zur Voraussetzung für die Nutzung ihrer vergünstigten Familienabos - zumindest auf dem Papier. Spotify sieht nun aber konkrete Kontrollen vor und will Wohnadressen abfragen - nicht nur vom Hauptkonto-Nutzer, der die Familien-Option aktiviert hat, sondern auch von allen, die ein Unterkonto eröffnen. Das geht aus den geänderten Nutzungsbedingungen hervor.

Spotify behält sich auch Nachprüfungen vor: "Gegebenenfalls bitten wir dich von Zeit zu Zeit um die erneute Angabe der Wohnadresse, um zu verifizieren, dass du immer noch für den Premium Family-Dienst nutzungsberechtigt bist", heißt es weiter in den Nutzungsbedingungen. Konkret soll die Eingabe der jeweiligen Wohnadresse über die automatische Adressensuche von Google Maps laufen.

Kündigen oder gekündigt werden

Ob überhaupt, und wenn ja, mit welchen technischen Mitteln die Wahrhaftigkeit der Adressangaben überprüft wird, erklärt Spotify indes nicht. Klar ist natürlich, was passieren kann, wenn ein Familienabo weiter mit Menschen geteilt wird, die an verschiedenen Orten leben: Das Unternehmen behält sich vor, das Konto zu kündigen oder zu sperren, wenn die Nutzungsberechtigung nicht gegeben ist.

Familienabo-Kunden, die mit der Adressabfrage nicht einverstanden sind, können die Änderungen der Nutzungsbedingungen jetzt noch ungefähr einen Monat lang ablehnen, bevor sie in Kraft treten - was zu einer Kündigung führen dürfte. Ebenso ist es möglich, gleich selbst zu kündigen. Betroffene haben bereits eine Mail mit dem genauen Termin erhalten, an dem die Änderungen für sie gültig werden. In der Nachricht finden sich auch Links zu den Wiederspruchs- und Kündigungsoptionen.

Ganz gleich ob Apple Music, Deezer, Tidal oder eben Spotify: Familienabos kosten bei den meisten Musikstreaming-Diensten 15 Euro monatlich - für bis zu sechs Nutzer. Würde jeder von diesen ein Einzelabo abschließen, das bei den Diensten in der Regel 10 Euro kostet, wären 60 Euro fällig.

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