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NWZonline.de Region

Warum Textprogramme Rechtschreibkenntnisse nicht ersetzen

24.01.2020

Tübingen (dpa) - Wie gut funktioniert die automatische Schreibfehlerkorrektur von Smartphones? Detmar Meurers, Professor für Computerlinguistik an der Universität Tübingen, schreibt: "Die Identifikation von Fehlern ist in den letzten Jahren besser geworden, liegt aber weiterhin weit entfernt davon, dass man sich gänzlich darauf verlassen könnte."

Trotz neuer Machine-Learning-Verfahren würden immer noch nur etwa zwei Drittel der Fehler erkannt. Richtig gut seien die Systeme nur bei bestimmten Arten von Fehlern. Es komme oft auf den sprachlichen Kontext an.

Auch wenn das System anschlägt, sind Rechtschreibkenntnisse hilfreich. Schließlich schlagen die Programme meist Alternativen vor, zwischen denen man sich entscheiden muss. Das könnten uns die Assistenten in absehbarer Zeit nicht abnehmen, schreibt Meurers.

Nach Überzeugung des Computerlinguisten wird in vielen Bereichen in Zukunft mündliche Spracheingabe zum Standard werden, etwa bei Navis. Soll aber Komplexes ausgedrückt werden, bleibt das geschriebene Wort unverzichtbar.

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