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NWZonline.de Ratgeber Digitale Welt

Modeblog: Über 10.000 Menschen lieben Sarahs Outfits

22.07.2014

Oldenburg Januar 2014: Verträumt schlendert eine junge Frau nahe des Oldenburger Woldsees in der damals verschneiten Landschaft umher. Im Sommer herrscht hier üblicherweise Hochbetrieb. Jetzt, im Winter, ist hier außer der schick gekleideten Frau keine Menschenseele. – Da macht es plötzlich „Klick“. „Dreh die Uhr an deinem Handgelenk mal etwas“, ruft der Mann hinter der Kamera. Und weiter geht’s mit der Fotosession.

Juli 2014: „Ich kann es selber noch gar nicht ganz realisieren“, sagt Sarah von Heugel begeistert. Seit Anfang des Jahres postet sie nun alle zwei bis drei Tage Bilder von sich in unterschiedlichen Outfits aus ihrem Kleiderschrank auf ihrem Modeblog „SarahvonH“ und schreibt Texte dazu – mit großem Erfolg. Über 10 000 Nutzer, erzählt die Oldenburgerin, verfolgen ihre Veröffentlichungen bereits bei der Fotoplattform Instagram. Dort präsentiert sie seit 2,5 Jahren selbst aufgenommene Modefotos. „Ich war damals eine der ersten aus meinem Freundeskreis, die Instagram nutzten“, erinnert sich Sarah.

Freund spricht Mut zu

An einen eigenen Blog hatte sie sich damals noch nicht getraut, obwohl sie seit Jahren regelmäßig andere Modeblogs verfolgt. „Ich wollte immer einen eigenen, aber mit der ganzen Technik – das war doch immer etwas komplizierter“, sagt die 24-Jährige. Ihr Freund Manuel Kroner brachte den Stein dann ins Rollen: „Mach das doch“, sprach er ihr Mut zu. Als selbstständiger Mediaberater kennt er sich schließlich mit dem technischen Know-how aus. Er ist auch derjenige, der die Fotos von Sarah schießt. Längst sind die beiden ein eingespieltes Team.

Die Fotos entstehen fast ausschließlich vor Oldenburger Kulisse. Vor 2,5 Jahren zog das Pärchen aus der Wesermarsch hierher. „Oldenburg ist eine wunderschöne Stadt“, schwärmt Sarah. Die beiden legen Wert auf eine schöne Kulisse für die Blog-Aufnahmen. „Ich möchte ein Gesamt-Kunstwerk“, sagt Sarah, „das Outfit soll zur Umgebung passen.“ Besonders gut gefällt ihr das industrielle Flair am Hafen: „Du gehst nur um eine Ecke – und schon sieht’s wieder ganz anders aus.“

Primär, sagt Sarah, verfolgen Leser aus Deutschland ihren Blog, aber es gebe auch welche in Australien oder Amerika. „Ich freu’ mich super darüber, dass sich zum Beispiel ein Leser aus Italien für die kleine Sarah aus Oldenburg interessiert“, sagt sie, immer noch etwas überwältigt von der großen Resonanz. Jeden Text, den sie veröffentlicht, übersetzt sie zusätzlich ins Englische – aus gutem Grund: 50 Prozent der Leser-Kommentare seien auf Englisch. Apropos: Das Feedback ihrer Leser sei ausschließlich positiv und konstruktiv. Negative Kommentare habe sie bisher nur einen einzigen bekommen.

Anfragen von Firmen

Schnell hat sich, seit sie den Blog hat, eine Zusammenarbeit mit Modefirmen entwickelt, sagt Sarah. Mal bekommt sie zum Beispiel nach Absprache Kleidungsstücke zugeschickt, mal gibt es Geld dafür, dass sie das jeweilige Unternehmen verlinkt. „Mir ist wichtig, dass das dem Leser nicht negativ auffällt“, erläutert Sarah ihre Prinzipien, „ich würde nie drunter schreiben: ,Kauf deine Kleidung bei...‘ Und wenn ich irgendwo nicht hinter stehe, poste ich es auch nicht.“ Das Leben lasse sich von dem Blog ohnehin nicht finanzieren. Daher hat sich die Oldenburgerin beruflich für etwas ganz anderes entschieden: Sie ist medizinische Fachangestellte in einer Arztpraxis, wartet auf einen Platz fürs Medizinstudium.

Wie war das denn, zum ersten Mal Bilder von sich selbst im Internet zu sehen? „Total komisch“, erinnert sich Sarah. „Oh Gott, oh Gott“, hat sie anfangs gedacht. Das hat sich aber längst geändert. Sie ist sogar schon in Kleidungsgeschäften angesprochen worden von jungen Frauen, die ihren Blog lesen. Manche schreiben ihr auch hinterher, dass sie sie gesehen, sich aber nicht getraut hätten, sie anzusprechen. „Total abgefahren“, sagt Sarah, „ich bin doch ein ganz normales Mädchen.“


     sarahvonh.com 
Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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