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Internetwache Berliner Polizei nähert sich auf Klickdistanz

dpa

BERLIN - Immer mehr Bürger nutzen die Internetwache der Berliner Polizei: Im vergangenen Jahr gingen über das Online-Angebot 49 131 Strafanzeigen ein – rund 11 000 mehr als im Vorjahr. Damit wurde sechs Jahre nach der Einführung des Services knapp jede zehnte der insgesamt 497 342 Strafanzeigen über das Netz erstattet.

„Die Internetwache hat sich absolut bewährt“, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf.

Die Seite, auf der auch Hinweise und Beschwerden eingehen und Demonstrationen angemeldet werden können, sei für viele Menschen ein „niederschwelliges Angebot“, erklärte Neuendorf. Insgesamt wurde der Service 59 143 Mal genutzt – ein Plus von 12 650 zu 2010. Vor allem Jüngere nehmen das Angebot wahr. „Für viele stellt es ein Hemmnis dar, zur Polizei zu gehen.“ Auch aus diesem Grund wurde die Berliner Internetwache 2005 eingerichtet. Zehn Bundesländer zogen seither nach, darunter auch Niedersachsen.

Unter den Berliner Online-Anzeigen finden sich zig Deliktarten: Von der einfachen Sachbeschädigung bis hin zum Diebstahl.

2011 registrierte die Sicherheitsbehörde neben den Strafanzeigen 6944 Hinweise zu Kriminaldelikten und Verkehrsmeldungen, 1690 Versammlungsanmeldungen und 1378 weitere Kommentare. Damit gingen im Schnitt täglich 162 Nachrichten ein.

„In der Einsatzleitzentrale sichten eigens zwei Mitarbeiter die Meldungen und leiten sie an die zuständigen Dienststellen weiter“, erklärte Neuendorf. Dabei werde auch der Informationsgehalt geprüft, weil etwa Anzeigen manchmal als Hinweis eingingen oder ein sofortiger Polizeieinsatz nötig sei. So wurde über die Internetwache schon ein Raubüberfall angezeigt.

Die starke Zunahme erkläre sich auch dadurch, dass die meisten Menschen inzwischen über einen Online-Zugang verfügten, sagte Neuendorf. Laut Statistischem Bundesamt sind dies bundesweit drei von vier Haushalte.

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http://www.onlinewache.polizei.niedersachsen.de

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