BERLIN - In der Informationsgesellschaft fallen immer mehr Daten an. Die Analyse dieser „Big Data“ birgt Risiken für den Schutz der Privatsphäre, kann nach Auffassung von Forschern aber auch das Alltagsleben einfacher machen. Eine Konferenz in Hildesheim befasste sich jetzt mit Datenströmen von ständig neu erfassten Messwerten.
„Hier sind am Horizont Möglichkeiten für intelligente Anwendungen zu erkennen, deren Potenzial kaum absehbar ist“, sagte Informatiker Lars Schmidt-Thieme zum Abschluss der Konferenz.
So könnte etwa die Echtzeit-Auswertung von Sensordaten im Auto die Unfallrisiken im Verkehr deutlich verringern. Bereits in zehn Jahren könnte das vollautomatische Autofahren denkbar sein.
Als weiteres Beispiel nannte er personalisierte Therapien in der Medizin. So lasse sich eine Medikation mit kontinuierlich erfassten Sensordaten präziser steuern als bisher.
Das Thema „Big Data“ werde oft nur im Zusammenhang mit kritischen Fragen aufgegriffen, sagte Schmidt-Thieme. Das sei einseitig. Jede Technologie könne aber zum Schlechten wie auch zum Guten eingesetzt werden.
