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NWZonline.de Ratgeber Digitale Welt

Der Siegeszug der Emojis

29.03.2016

New York Was Emojis betrifft, ist die Zukunft sehr, sehr ... „Heul-vor-Glück-Smiley“. Wenn Sie das nicht verstehen, dann sind Sie: a) kein 14-jähriges Mädchen, b) kein Liebhaber dieser kleinen Bildchen, die andere ständig verschicken oder c) weit entfernt von einem Smartphone.

Denn eigentlich sind Emojis allgegenwärtig. Und übrigens: Bei dem „Heul-vor-Glück-Smiley“ handelt es sich um das lachende Gesicht, dem Freudentränen über die Wangen rinnen. Die Oxford-Dictionaries-Redaktion hat es wegen seiner Beliebtheit sogar zum „Wort des Jahres“ 2015 gekürt.

Laut Definition ist ein Emoji ein Bildzeichen, das auf einem standardisierten, plattformübergreifenden Computercode beruht. Zu seinen berühmtesten Vorfahren gehören die gelben Smileys, die sich schon in der nicht-digitalen Welt zigmillionenfach als Sticker verbreiteten. Als Erfinder der Emojis im technischen Sinne gilt der Japaner Shigetaka Kurita. Er entwickelte die ersten Pixelsymbole in den 90er Jahren für einen japanischen Mobilfunkanbieter. Erst mehr als ein Jahrzehnt später sprang Apple auf den Zug auf und stellte den iPhone-Nutzern einen Satz Emojis zur Verfügung.

Wörter bleiben wichtig

Segen oder Fluch? Die Meinungen über Emojis gehen auseinander. Eins aber ist sicher: Sie werden sich nicht zu einer eigenen Sprache fortentwickeln. Die kanadische Linguistin Gretchen McCulloch, die sich mit Internet-Sprache befasst, beruhigt alle Skeptiker: „Die Wörter sind nicht tot“, sagt sie und lacht. „Lang lebe das Emoji, lang lebe das Wort.“

Als Kurita die ersten Emojis schuf, herrschte in der digitalen Welt noch ein verhältnismäßig großes Chaos. All die Pager, also die gerade aufkommenden Handys, diese neue Sache namens E-Mail – wie können sie miteinander kommunizieren?

Ein plattform- und geräteunabhängiger Code und damit eine reibungslose Kommunikation – das ist auch das Ziel des Unicode-Konsortiums, einer gemeinnützigen Organisation, die den Unicode-Standard weiterentwickelt. Langfristig soll es für alle Schriftzeichen sämtlicher Sprachen einen standardisierten digitalen Code geben.

Für den Mitgründer und Präsidenten des Unicode-Konsortiums, Mark Davis, kam der Emoji-Boom überraschend. „Wir haben nicht wirklich vorhergesehen, wie beliebt sie werden“, sagt Davis, der auch dem Emoji-Ausschuss des Konsortiums vorsteht. Hier wird unter anderem über neue Emojis entschieden. Jedes Jahr werden dem Konsortium 100 neue Symbole vorgeschlagen.

Neue Emojis kommen

„Für Kinorollen oder andere fiktionale Personen kodieren wir kein Emoji, ebenso wenig für Götter“, sagt Davis. Bislang hat das Konsortium 1624 Emojis herausgegeben, Varianten wie verschiedene Hautfarben nicht eingerechnet.

Eines der nächsten großen Themen ist die Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Emojis. Im Mai stehe zum Beispiel die Entscheidung über eine Läuferin auf der Agenda, sagt Davis. Er persönlich freue sich besonders auf das „Face-Palm-Emoji“, das mit der Hand vor dem Gesicht ein Gefühl der Fassungslosigkeit ausdrückt.

Der Siegeszug der Emojis ist also noch lange nicht zu Ende. Rund sechs Milliarden dieser Pixelhäufchen würden jeden Tag durch den Cyberspace geschickt, schätzt Vivian Rosenthal, Gründerin der Marketing-Plattform Snap. „Die Sprache der Zukunft ist eine visuell-basierte Sprache“, sagt Rosenthal. „Das ist sehr universell und demokratisch.“


     http://getemoji.com/ 
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