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NWZonline.de Ratgeber Digitale Welt

Forschungsprojekt Der Hochschule Emden/Leer: App bereitet Hebammen auf Notfälle vor

07.07.2020

Emden Ein hoher Praxisanteil in der Ausbildung – dies bei angehenden Hebammen umzusetzen, ist kompliziert. „Erlerntes im Maschinenbau an realen Situationen auszuprobieren ist leicht machbar. Den Alltag von Pflegenden zu simulieren, ist schwieriger“, erklärt Prof. Dr. Thies Pfeiffer von der Hochschule Emden/Leer.

Um Ausnahmesituationen besser simulieren und die zukünftigen Fachkräfte darauf vorbereiten zu können, hat er mit seinem Team des Projekts „Heb@AR“ eine App entwickelt, die virtuelle Trainingsszenarien beinhaltet. Daran sind ebenfalls Wissenschaftlerinnen der Hochschule für Gesundheit Bochum und der Ruhr-Universität Bochum beteiligt. „Da Notfälle und Komplikationen eher selten eintreten, können Hebammen erst im Verlauf der ersten Berufsjahre eine gewisse Sicherheit in diesem Bereich erlangen“, erklärt Pfeiffer.

Mit den Studentinnen arbeitet die wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin Kristina Luksch zusammen: „Wir haben mehrere Testzyklen, die Rückmeldung der Studierenden wird sofort mit eingearbeitet“, berichtet Luksch. Sie ist Hebamme und hat von 2012 bis 2016 studiert: „Ich hätte mir damals gewünscht, dass ich die Möglichkeit habe, Notfälle zu üben. Das Tolle an der App ist, dass ich nicht so viel Fantasie brauche.“

Bei den bisherigen Übungen müssten sich die angehenden Hebammen einen Notfall oftmals vorstellen oder dieser werde von anderen gespielt. „Es gibt auch Simulationspuppen, diese sind jedoch teuer und müssen gewartet werden“, erklärt Pfeiffer.

Aus diesen Gründen hat er mit seinem Team entschieden, die Möglichkeiten, die „Augmented Reality“ (AR, erweiterte Realität) bietet, zu nutzen. Für Luksch der richtige Weg: „Wir waren während meines Studiums auch schon sehr digital unterwegs, aber noch nicht mit AR. Das ist eine Rieseninnovation im Bereich der Hebammenwissenschaft.“ Die heutigen Studenten seien als „Digital Natives“ – also Personen, die mit Technik aufgewachsen sind – ohnehin schnell mit der Technik vertraut. Die App kann von jedem Studenten auf das eigene Handy installiert werden.

Alle hoffen nun, dass die Anwendung, für die immer mehr virtuelle Übungsszenarien entwickelt werden sollen, dazu beiträgt, dass die angehenden Hebammen selbstsicherer werden. Dadurch wird dann letztendlich auch die Patientensicherheit erhöht, sagt Luksch.

Die ersten Ergebnisse von „Heb@AR“ und anderer Projekte sollen bei der 18. e-Learning-Fachtagung Delfi, die vom 14. bis 18. September als Online-Tagung stattfinden wird, vorgestellt werden. Das Projekt wurde zudem für den Science-Award des Deutschen Instituts für Virtual Reality (DIVR) nominiert. „Diese Wertschätzung freut uns und erhöht die Sichtbarkeit unseres Projekts auch im nicht-wissenschaftlichen Kontext“, sagt Pfeiffer.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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