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NWZonline.de Ratgeber Digitale Welt

Konkurrenz für die E-Mail

19.06.2007

HANNOVER /MüNCHEN Instant Messaging, der private Chat, ist ein Mittel zur schnellen und direkten Kommunikation über das Internet. Außerdem bieten Chat-Clients, wie die Software für das Instant Messaging genannt wird, mehr als das Versenden von Textnachrichten.

Ein Vorteil des Instant Messaging (IM) liege darin, dass der Anwender sieht, ob der Adressat online ist, erklärt Urs Mansmann von der Computerzeitschrift „c't“. Ein weiteres Plus für Instant Messaging gegenüber der E-Mail: Es lässt sich mit mehreren Leuten gleichzeitig kommunizieren. Wer sich seinem Gesprächspartner zeigen möchte, kann dies mit modernen Chat-Clients tun, wenn er eine Webcam einstöpselt.

Für Instant Messaging genügen ein PC und ein breitbandiger Internetanschluss – am besten mit Flatrate.

Die Programme gibt es in der Regel kostenlos. Die größte Verbreitung hat weltweit wohl das von Mirabilis entwickelte ICQ, das Kürzel steht für den englischen Satz „I seek you“, zu deutsch „Ich suche dich“. Mirabilis wurde vor zehn Jahren von AOL aufgekauft, ICQ ist aber weiterhin erhältlich. AOL bietet einen weiteren Client unter dem Namen AOL Instant Messenger, kurz AIM, an.

Microsoft bietet ebenfalls Instant Messaging an. Der Dienst heißt Windows Live Messenger. Bei der Gestaltung achte Microsoft darauf, dass der Messenger reibungslos mit anderen Windows-Live-Produkten zusammenarbeitet, so Produktmanager Schulze-Bahr. Zu diesen anderen Diensten zählen etwa der Web-Mail-Account Hotmail, Windows Live Space oder Live Favorites.

Keineswegs reibungslos verläuft die Kommunikation zwischen den Chat-Clients verschiedener Anbieter.

Der Windows Live Messenger zum Beispiel ist teilweise kompatibel zum Messenger von Yahoo!. Dabei lässt sich jedoch nur die Text-Funktion gemeinsam nutzen. AIM und Windows Live Messenger sind dagegen nicht kompatibel.

Urs Mansmann macht auf so genannte Multi-Protokoll-Clients aufmerksam, die zumindest auf Textebene mit vielen anderen Chat-Programmen kommunizieren können.

Von den ehemaligen Web.de-Machern stammt Combots. Dabei handelt es sich laut Urs Mansmann grundsätzlich um ein IM-System, das jedoch einige Unterschiede zu den gängigen Programmen aufweist. So gibt es zum Beispiel kein Anwender-Verzeichnis, um Spam zu verhindern. Andererseits wartet Combots mit optischen Spielereien wie Avataren auf.

www.icq.com; www.aol.de/AIM; messenger.live.com; www.combots.com; de.messenger.yahoo.com

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