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NWZonline.de Ratgeber Digitale Welt

Fliegendes Auge hat auch Partymeute genau im Blick

02.09.2017

Oldenburg Je zwei rote und grüne Lichter am Oldenburger Abendhimmel deuten auf den Flugkörper hin, der über der Innenstadt seine Kreise zieht. Er gehört Markus Hedemann von der Oldenburger Feuerwehr. Er und André Heitkamp wollen mit dem Probeflug vom Parkhaus am Waffenplatz aus übers Stadtfest vor allem die Einsatzmöglichkeiten testen, um eine Anschaffung für die Feuerwehr zu planen.

Die Drohne schwebte auch am Donnerstagabend über der Stadt, hier in der Nähe vom Julius-Mosen-Platz. (Bild: Mohssen Assanimoghaddam)

„Drohnen können bei der Lageerkundung helfen“, erklärt André Heitkamp. „Man hat von oben einen besseren Überblick über das Einsatzgebiet. In der Regel stehen wir ja erst einmal am Außenring und suchen im Notfall den besten Angriffsweg. Aus der Luft können wir auf Anhieb sehen, welcher Weg frei ist oder wo sich flüchtende Menschen hinbewegen. Auch bei Fabrikbränden bekommen wir so schnell einen Überblick, ohne einen Hubschrauber anzufordern.“

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Menschenansammlungen bietet an diesem Abend das Stadtfest als Anschauungsmaterial. Vom Julius-Mosen-Platz gleitet der Quadrocopter in rund 40 Metern Höhe über die Haarenstraße und die Mottenstraße, zieht anschließend herüber in Richtung Lappan und Lange Straße und erkundet die Lage am Schloßplatz und auf dem Rathausmarkt. Per Smartphone, das an der Fernbedienung angebracht ist, sieht Markus Hedemann die Aufnahmen der fliegenden Kamera, die er auf Knopfdruck wahlweise als Fotos oder Videos abspeichern kann. „Das sieht gut aus“, freut sich Hedemann. „Dank der Straßenbeleuchtung und den Lichtern aus den Geschäften kann man sehr gut sehen, wo die Menschen laufen.“

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Drei Jugendliche haben sich auf das Parkdeck verirrt. Sie bestaunen das „fliegende Auge“ und fachsimpeln mit den Feuerwehrmännern über Flughöhen und Geschwindigkeiten. Rund 150 Meter hat sich die Drohne inzwischen über die Stadt erhoben. „Privatflüge dürfen maximal 100 Meter hoch sein“, betont Heitkamp. „Und über der Innenstadt sind sie ohnehin verboten, allein schon wegen des Persönlichkeitsschutzes. Die könnten ja auch in Fenster oder Gärten hinein filmen.“

Nach zwei Flügen von je 20 Minuten sind die Akkus leer und die Brandschützer zufrieden. „Jetzt klären wir intern, welche Funktionen wir brauchen“, sagt Heitkamp. So könnte die Drohne theoretisch auch eine Wärmebildkamera tragen. „Aber das ist eher was für die Kollegen im Landkreis, etwa um Vermisste im Kornfeld zu suchen“, sagt Hedemann. „In der Stadt brauchen wir das eher nicht.“

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