Oldenburg - Das wird man ja wohl noch speichern dürfen – denken sich die großen US-Datensammler Google, Facebook, Apple und auch Amazon. Mit dem Segen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, deren x-hundert Seiten, die wir nach einem angedeuteten Achselzucken mit einem Häkchen akzeptieren. Irgendwo wird auch bei Amazons Sprachassistenten Alexa ein Passus stehen, dass aufgenommene Gespräche für irgendwelche Zwecke weiterverwendet werden dürfen. Jetzt ist es rausgekommen, und ein mittelgroßer Aufschrei geht durch die Nutzerwelt.

Dabei ist es doch nun wirklich nicht überraschend: Seit Jahren warnen uns Experten, dass die großen Digitalkonzerne jeden Pups von uns speichern. Und der Satz „Das Internet vergisst nichts“ ist schon so alt, dass er in der Bibel stehen könnte. Doch das ist erst der Anfang. Dank besserer künstlicher Intelligenz werden wir bald noch viel ausführlicher durch unsere Gerätekameras- und Mikrofone analysiert werden. Ob heimlich oder nicht – aus Bequemlichkeit wird es uns schnell egal sein. Haken dran.

Norbert Martens
Norbert Martens Online-Redaktion