• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Digitale Welt

Per Klick von Couch zu Couch

19.02.2013

Eichstätt Fotos von den Eltern fremder Menschen hängen an der Wand. Staubsauger, Wäsche, Bürokram: alles da. Und mittendrin Touristen. Urlaub machen in der Wohnung eines Fremden? Gerade junge Reisende haben damit kein Problem. Ganz im Gegenteil: Private Zimmer oder Wohnungen für die Ferien online zu mieten sei sogar richtig angesagt, sagt Jens Oellrich, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Tourismuszukunft in Eichstätt.

Das Phänomen ist nicht neu: In den 1960er und 70er Jahren räumten vor allem im ländlichen Raum Familien die Kinderzimmer leer und nahmen Feriengäste auf. „Der gleiche Trend ergibt sich wieder, nur diesmal machen es vor allem junge Leute“, erklärt Oellrich. Außerdem liegen die meisten Wohnungen in Städten. Und das Phänomen der Privatzimmervermietung findet hauptsächlich online statt. Portale wie Wimdu, Airbnb, 9Flats oder Couchsurfing sind die Vorreiter. Das Angebot reicht vom einfachen Klappsofa bis hin zum luxuriösen Ferienhaus, das der Besitzer in den Monaten vermietet, in denen er es nicht braucht.

Wohnung im Profil

Die Webseiten sind alle ähnlich aufgebaut: Privatleute erstellen ein Profil für ihre Wohnung. Der Nutzer findet Fotos der Räume, eine Beschreibung zur Ausstattung und Lage, den Preis, manchmal ein Foto vom Bewohner sowie die Bewertungen und Kommentare von Gästen.

Doch es gibt Unterschiede: Bei Airbnb, Wimdu oder auch Housetrip stehe das Besondere im Mittelpunkt, nicht unbedingt das Billige, erklärt Oellrich. Solche Portale seien etwas für Urlauber, die Städtereisen machen wollen, sich für Insider-Informationen interessieren und andere Einblicke bekommen wollen als Pauschaltouristen. Meistens steht den Gästen die gesamte Wohnung zu Verfügung.

„Couchsurfing ist dagegen eher experimentell“, erklärt Oellrich. Die Gäste schlafen meist gleichzeitig mit dem Gastgeber in der Wohnung, mieten also nur die Couch. Außerdem koste es in der Regel kein Geld.

Fotos entscheiden

Wie finden die Urlauber, was zu ihnen passt? Bilder, Kommentare und Bewertungen seien das A und O bei der Suche, sagt Oellrich. Unzufriedene Gäste sind beim Kommentieren gnadenlos. Claudia Gilles vom Deutschen Tourismusverband warnt: „Natürlich wird auch geschummelt.“ Ihr Tipp: „Je mehr Bewertungen, desto aussagekräftiger.“

Die Preise für Privatunterkünfte variieren: Zwischen 30 und 100 Euro müssen Urlauber für eine Nacht in einer durchschnittlichen privaten Stadtwohnung kalkulieren. Buchung und Bezahlung laufen über die Plattform. Der Gast überweist das Geld an den Betreiber, der es weiter an den Gastgeber leitet – und meist eine Vermittlungsgebühr einbehält.


     www.couchsurfing.org 
     www.wimdu.de 
     www.airbnb.de 
     www.9flats.com 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.