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Technik Unverwüstlich: 4 Videospiel-Neuauflagen

Stuttgart - Kaum ein Medium altert schneller als das Videospiel. Was vor wenigen Jahren ein Grafikfeuerwerk war, wird heute nur noch milde belächelt. Zurück bleibt die Erinnerung an spannende Spielstunden im Kinderzimmer. Diese nostalgischen Gefühle der Fans nutzen Publi-sher für aufwändige Neuauflagen beliebter Videospiele-Hits.

„Demon’s Souls“

Aller Anfang ist schwer: Als das kleine japanische Entwicklungsstudio From Software im Jahr 2009 das Action-Rollenspiel „Demon’s Souls“ exklusiv für die PS3 herausbrachte, ahnte niemand die Auswirkungen auf die Videospielbranche.

Es war ein hartes, unbarmherziges Spektakel, das Spieler und Spielerinnen in ein düsteres Fantasy-Mittelalter versetzte und sie für jeden noch so kleinen Fehler bestrafte. Ein neues Genre war geboren, das jüngst mit „Elden Ring“ einen vorläufigen Höhepunkt erreichte.

„Demon’s Souls“ wurde zum Kulthit einer ganzen Konsolengeneration. Publisher Sony engagierte deshalb die Remake-Profis von Bluepoint Games.

Ihr Remake zu „Demon’s Souls“ erschien pünktlich zum Release der PS5 und zeigte eindrucksvoll, was in der neuen Konsole steckt. Butterweiche Animationen, das zeitlose Artwork und der kompromisslos harte Schwierigkeitsgrad machen das Remake zu einem Pflichtkauf für PS5-Besitzer, der selbst „Elden Ring“-Profis die Schweißtropfen auf die Stirn treiben wird.

Spielenswert weil: Wer nach „Elden Ring“ von bockschweren Action-Rollenspielen nicht genug kriegen kann, ist bei „Demon’s Souls“ genau richtig. Bluepoint Software poliert den Kulthit auf Hochglanz. „Demon’s Souls“, Bluepoint Games, Sony für PS5, USK ab 16.

„Final Fantasy VII Remake“

Wer japanische Rollenspiele mag, schnalzt beim Namen „Final Fantasy“ mit der Zunge. Keine andere Reihe ist populärer oder erfolgreicher. Seit 1987 begeistert der schräge Mix aus Fantasy und Science-Fiction die Fans. Unter den 15 offiziellen Teilen nimmt der siebte Teil eine besondere Rolle ein. Er war Ende der 90er-Jahre der erste Teil mit 3D-Computeranimationen und aufwändigen Zwischensequenzen, um die Story voranzutreiben.

Mit rund 10 Millionen Exemplaren war „Final Fantasy VII“ damals das erfolgreichste Spiel der Reihe und sorgte im Westen für den Durchbruch japanischer Rollenspiele, kurz „JRPG“ genannt.

So viel Erfolg verpflichtet. Publisher Square Enix, den damals der Erfolg der Reihe vor dem Ruin bewahrte, und das Entwicklungsstudio Division 1 haben das Original ordentlich umgekrempelt.

Selbst die Story wurde an einigen Stellen abgeändert. Das sorgte nicht überall für Begeisterung bei den treuen Fans. Bei aller technischen Raffinesse und Mut zum Neuanfang hat das Remake seine Schwächen: „Final Fantasy VII Remake“ beinhaltet nur das erste Drittel des Originalspiels. Zwei weitere Fortsetzungen sollen die Geschichte in den nächsten Jahren zu Ende erzählen.

Spielenswert weil: Wer sich an der Veröffentlichungspolitik nicht stört, erlebt einen der einflussreichsten Rollenspielklassiker in neuem, prächtigem Gewand. „Final Fantasy VII Remake“, Division 1, Square Enix für PS4/5, Windows, USK ab 16.

„The Legend of Zelda: Link’s Awakening“

Einfach unverwüstlich: Seit über drei Jahrzehnten zählt die „Zelda“-Reihe zu den erfolgreichsten Titeln des japanischen Konsolenherstellers Nintendo. Einer der beliebtesten Ableger ist „The Legend of Zelda: Link’s Awakening“, das 1993 das erste Mal für den Game Boy erschien.

Wie immer muss Held Link seine Welt Hyrule vor dem Bösen retten. Dabei liefert er sich spannende Kämpfe aus der pixeligen Vogelperspektive und löst knifflige Rätsel.

Das Remake des Entwicklungsstudios Grezzo verpasst dem Klassiker einen bunten Comic-Look. Wo sich damals die monochromen Spielewelt noch aus Einzelbildern aufbaute, scrollt die Landschaft nun mit Spielern und Spielerinnen. Das Widescreen-Format sorgt für mehr Übersicht und die Musik wurde neu eingespielt. Held Link ist auch um einiges agiler geworden und kann jetzt in jede Richtung austeilen.

Spielenswert weil: Zeitlos gut. Das Remake zu „Link’s Awakening“ schafft den Spagat zwischen nostalgischen Old-School-Look und knuddeligem Hochglanz-Abenteuer. „The Legend of Zelda: Link’s Awakening“, Grezzo, Nintendo für Nintendo Switch, USK ab 6.

„Age of Empires 3: Definitive Edition“

Anfang der Nuller-Jahre waren Echtzeitstrategie-Spiele für den PC enorm erfolgreich. Abseits vom E-Sport-Hit „Starcraft“ entwickelte sich die „Age-of-Empires“-Reihe mit knapp 30 Millionen verkaufter Exemplare zu einer der erfolgreichsten Vertreter eines Spielegenres.

„AoE“ erforderte wie kaum ein anderes Spiel ein flinkes Händchen und clevere Planung. Die Fans zogen mit ihren Armeen per Mausklick über die Weltkarte und entwarfen in der Schlacht sekundenschnell Strategien, während zuhause die Wirtschaft und Forschung florieren mussten.

Nach dem Riesenerfolg von „Age of Empires 2“ musste das damalige Entwicklungsstudio Ensemble nachlegen. Am Erfolgsrezept änderte sich wenig. Wie schon in den beiden Vorgängern treten die Fans einen über Jahrhunderte dauernden Eroberungsfeldzug an. Statt auf Europa und Asien konzentriert sich die Handlung diesmal auf die Besiedelung Amerikas.

Wie schon bei den Neuauflagen der beiden Vorgänger hat das Entwicklungsstudio Forgotten Empires den Klassikern eine höhere Auflösung, hübschere Details und eine vereinfachte Benutzerführung verpasst. Dazu bieten die „Definitive Editions“ auch sämtliche Erweiterungen.

„Age of Empires 3“ geht noch einen Schritt weiter: Wurde die indigene Bevölkerung teilweise mit rassistischen Klischees als sadistische Mörderbande dargestellt, sorgen nun ein paar inhaltliche Änderungen für eine diverse und weltoffene Repräsentation dieser Kultur. Vorbildlich.

Spielenswert weil: Dank höherer Auflösung und zeitgemäßem Inhaltsupdate ein Klassiker, der heute kaum etwas von seiner Komplexität und seinem Reiz verloren hat. „Age of Empires 3“, Forgotten Empires, Xbox Game Studios für Windows, USK ab 12.

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