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TWITTER In der Welt des Zwitscherns

Was heißt was?

@Nutzername

bedeutet, dass man den Eintrag direkt an einen Twitter-Nutzer richtet.

d Nutzername

sendet ebenfalls eine direkte Nachricht an einen anderen Nutzer – allerdings ist die unsichtbar für alle anderen.

#tag

ist ein sogenannter Hashtag, der verwendet wird, um die Mitteilung zu verschlagworten. In der Twitter-Suche kann man alle Tweets nach Hashtags durchsuchen.

RT Nutzername

heißt, dass man einen Eintrag zitiert, also etwas wiederholt, was ein anderer bereits bei Twitter geschrieben hat.

Mit dem Internet-Dienst kann jeder schreiben, was er gerade macht. Das kann tatsächlich interessant sein.

Von Esther Rothstegge

Oldenburg Wer ist der neue Bundespräsident? Was passiert gerade im Iran? Warum hätte US-Schauspieler Ashton Kutcher gerne in der Bill Cosby Show mitgespielt? Fragen, auf die man die Antwort inzwischen gezwitschert bekommt – auf der Internet-Plattform twitter.com.

Micro-Blogging-Dienst

Aber was ist das überhaupt – „Twitter“? Im Grunde handelt es sich um einen Micro-Blogging-Dienst, gegründet 2007 in San Francisco. Und der funktioniert ganz einfach: Auf twitter.com beantworten angemeldete Nutzer – inzwischen sind es geschätzte 25 Millionen – mit maximal 140 Zeichen die Frage „Was machst du gerade?“

Lesen kann das im Internet jeder. Wer nicht angemeldet ist, geht auf twitter.com/public_timeline. Dort laufen alle Beiträge, die sogenannten Tweets, ein. Twitter-Nutzer müssen auf der Suche nach Interessantem aber nicht den ganzen Wust an englischen, spanischen und deutschen Tweets durchlesen. Sie können einfach die Beiträge einzelner Twitterer abonnieren und werden damit zu „Followers“.

Die Frage, was Twitter ist, wäre damit geklärt, nicht aber die nach dem Grund. Warum teilen Menschen im Internet mit, was sie gerade erleben und tauschen Banalitäten wie „Ich esse gerade ein Stück Kuchen“ aus? Die Kommunikationspsychologin der Freien Universität Berlin Kathrin Döveling sagt, dass die Textbotschaften nichts anderes seien als das, was man sich früher auf der Straße erzählt hat. „Heute geht das meist nicht mehr, weil man gerade ganz woanders ist als die Leute, die man kennt.“ Der Austausch von Belanglosigkeiten vermittle das Gefühl der Nähe trotz räumlicher Distanz.

Neue Informationen

Neben dem Alltäglichen können aber auch Informationen über Twitter verbreitet werden. Bei der Bundespräsidentenwahl etwa zwitscherte die CDU-Abgeordnete Julia Klöckner das Ergebnis – bevor es offiziell verkündet wurde. Ihr Mitteilungsbedürfnis bezahlte sie allerdings mit ihrem Job als Schriftführerin. Im Iran bleibt vielen Menschen nach Berichterstattungsverbot und Internetzensur nur Twitter, um sich mitzuteilen. Ob die Tweets aus Teheran allerdings alle von Nutzern aus dem Iran geschrieben werden, ist nicht sofort erkennbar.

Die Verantwortung und Pflicht, die Echtheit und Glaubwürdigkeit der Beiträge sorgfältig zu prüfen, liegt laut dem Medienexperten Steffen Büffel aber bei den Nutzern. „Twitter stellt nur die Infrastruktur zur Verfügung“, sagt er.

Büffel twittert seit Ende 2007. Mal mehr, mal weniger. In Spitzenzeiten vermeldete er im Stundenrhythmus, was er gerade tat. Spannend findet er, dass man mit Twitter andere Facetten der Leute kennenlernt. Und dass sich eine kleine Kunstform, die „Twitteratur“, entwickelt hat. 140 Zeichen sind schließlich nicht viel. „Das muss sehr prägnant, aber trotzdem charmant sein.“

Bestätigte Accounts

Um sicher zu gehen, dass sich hinter einem berühmten Namen auch der Mensch dazu verbirgt, gibt es auf Twitter übrigens den „Verified Account“. Ashton Kutcher (twitter.com/APlusK) hat so einen – zu erkennen am blauen Haken. Kutcher ist auch der Twitterer mit den meisten Followers, mehr als zwei Millionen lesen seine Tweets.

Wer sich nun fragt, warum er sehr viel weniger Follower als Ashton Kutcher hat, kann das mithilfe von tweet-rank.de untersuchen oder andere Twitterer bitten, ihn bei tweetranking.com zu empfehlen. Hier gibt es eine Liste mit den angeblich interessantesten Menschen bei Twitter.

Eine ganze Reihe von Seiten hilft auch bei der Organisation der Follower (zum Beispiel tweetdeck.com) oder bei der Suche nach bestimmten Tweets (search.twitter.com). Auf twitscoop.com gibt es außerdem eine Liste der meistgetwitterten Themen. Und wer wissen will, wer was wo twittert, kann sich das auf twittervision.com auf einer Weltkarte ansehen.

twitter.com

twitter.com/public_timeline

twitter.com/AplusK

tweet-rank.de

tweetranking.com

tweetdeck.com

search.twitter.com

twitscoop.com

twittervision.com

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