DINKLAGE - Abfüllen und verschließen lauten die Herausforderungen. Dafür werden individuelle Lösungen gesucht und gefunden.

Von Christoph Floren

DINKLAGE - Eine nahezu 50-jährige Firmengeschichte, weltweite Geschäftskontakte in 58 Länder, individuelle Lösungen für spezielle Kundenwünsche: Das sind nur einige Merkmale der Dinklager Firma „ALWID-Sondermaschinenbau“ am Wilden Pool 3.

Der Unternehmensgründer und dreifache Meister im Maschinen-, Heizungs- und Lüftungsbau Alwin Wieferig kommt aus dem Kunststoffbereich. Seit einigen Jahren führen seine Söhne Aloys und Jürgen mit dem Senior die Geschäfte des 50-Mitarbeiter-Betriebs. Haupttätigkeitsfelder sind die Herstellung und der Vertrieb von nach den Erfordernissen der Auftraggeber entwickelten Abfüll- und Verschließanlagen für nicht-kohlensäurehaltige Flüssigkeiten – bis zu einer Leistung von 40 000 Einheiten pro Stunde. Dabei wachsen die Anlagen mit den Produkten.

Für die bei „ALWID“ hergestellten Sondermaschinen bestehen teilweise weltweit gültige Patente. Um illegale Nachbauten möglichst zu vermeiden, verfügen die Produkte über technische Finessen, auf die Alwin Wieferig nicht näher eingeht. Durch die etwa für die Lebensmittel- oder die Pharmaindustrie produzierten halb- oder vollautomatischen Anlagen laufen beispielsweise edelster schottischer Single-Malt-Whisky oder heimische Spirituosen der Bakumer Kornbrennerei Meistermann, aber auch Paste, Schuhcreme und Pferdesalbe. Die mit einer Genauigkeit von plus-minus 0,3 Prozent befüllten Behälter sind aus Glas, Metall oder Kunststoff.

Ein wesentliches Kennzeichen, das die auf Messen – wie der Nürnberger „Fachpack“ – und oft über Internetanfragen oder per Mund-zu-Mund-Propaganda an die Kunden gebrachten Maschinen auszeichnet, ist ihre Fertigung im Baukastensystem. Dieses Prinzip gewährleistet im Einsatz geringe „Rüstzeiten“ und den einfachen Austausch von Ersatzteilen. Letzteres wird nicht allzu oft erforderlich. Dennoch hält die Firma am Dinklager Stammsitz, wo auch Maschinen gewartet werden, Austauschteile 25 Jahre lang vor.

In Zukunft will „ALWID“ im asiatischen Raum expandieren. Dazu sollen dort Vertretungen aufgebaut werden, die auch über das notwendige technische know-how verfügen.

Mehr Informationen unter www.alwid.de