Dinklage - Mit Spannung erwartet wird im Oldenburger Münsterland die von der Firma Tennet am 8. Juni geplante Bekanntgabe einer Vorzugstrasse für das Stromnetz von der Küste bis in den Raum Cloppenburg. Einige Monate später soll dann der Vorschlag für die Weiterführung bis nach Merzen in den Landkreis Osnabrück folgen.

Der CDU-Kreisverband Vechta nahm dies zum Anlass, noch einmal die Bürger zur Info-Runde einzuladen. Rund 100 Bürger waren dazu nach Dinklage gekommen und wurden von den CDU-Vertretern Philipp Albrecht und Dr. Stephan Siemer im „Rheinischen Hof“ begrüßt.

Matthias Wantia und Janina Schulze vom Netzbetreiber Tennet informierten über die bisherige Planungsarbeit. Geplant sei nach Bekanntgabe der Vorzugstrassen, dass im Jahr 2018 ein Raumordnungsverfahren eingeleitet werde. Dort könnten alle Behörden und Institutionen, aber auch alle Bürger Einwendungen gegen den Trassenverlauf einbringen. Mit einer Inbetriebnahme rechne man in 2024.

Vechtas Landrat Herbert Winkel verwies darauf, dass man sich noch vor einem Raumordnungsverfahren befinde, aber Unternehmen und Bürger rechtzeitig informiert worden seien. Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck ging auf die bisher in der Planung befindlichen Trassenverläufe ein. Für ihn komme eine Trasse entlang der Hansalinie aufgrund der bereits bebauten Flächen nicht in Betracht. „Eine solche Trasse ist länger, teurer und kann nicht verwirklicht werden“.

In einer Diskussion wurden Fragen der Einflüsse einer Hochspannungsleitung und einer Erdverkabelung auf Menschen und Natur von den Experten beantwortet. CDU-Kreisvorsitzender Dr. Stephan Siemer, der die Veranstaltung moderierte, stellte abschließend fest: „Wir haben in den letzten zwei Jahren alles getan, um die Bürger umfassend zu informieren. Jetzt warten wir mit Spannung auf den Vorschlag der Vorzugstrasse“.