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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Dinklage

Hilgeforts Drehrohrtrockner hat den weitesten Weg

27.06.2009

DINKLAGE Den weitesten Weg hatte ein Drehrohrtrockner, der nach Tasmanien geliefert wurde: Die Hilgefort GmbH aus Dinklage fertigt Anlagenkomponenten und Apparate, die weltweit eingesetzt werden. Ihr bisher größter Behälter hatte einen Durchmesser von rund sieben und eine Länge von 35 Metern sowie ein Gesamtgewicht von annähernd 220 Tonnen und wurde für die Thyssen-Krupp Stahl AG in Duisburg produziert.

Dort wurde er für den Neubau eines Hochofens verwendet, wo er zur Gasreinigung eingesetzt wird. Das überdimensionale Produkt wurde mit einem 24-Achsen-Schwertransport bis zum Kanalhafen C-Port bei Sedelsberg transportiert und von dort per Schiff über den Rhein bis nach Duisburg.

Geschäftsführer Ulrich Hilgefort erzählt diese Geschichte nicht ohne Stolz. Seine Firma hatte jetzt eine Delegation des Verbundes Oldenburger Münsterland zu Gast, der herausragenden Mittelstandsunternehmen besucht, um sich vor Ort ein Bild machen zu können. Mit dabei waren Landrat Albert Focke als Vize-Präsident und Geschäftsführer Stefan Ortmann, die Dinklages Bürgermeister Heinrich Moormann und Wirtschaftsförderer Alfons Echtermann sowie den Leiter der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Vechta, Gert Kühling, im Schlepptau hatten.

Hilgefort ist einer der größeren Anlagenbauer im Kreis Vechta. Die rund 50 Kunden kommen aus den Bereichen Stahl- und Hüttenindustrie, chemische und petrochemische Industrie, Braunkohletagebau, Schiffbau, Holzverarbeitung, Abwassertechnik, Fördertechnik sowie Papierindustrie. Außerdem gehören Gießereien, Kraftwerke und Zementwerke dazu. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Behälter, Anlagen, Sonderkonstruktionen, Stahlbau, Drehrohröfen und -trockner, Kühlsysteme für Elektrolichtbogenöfen, Heißgasabsauganlagen, Rohrleitungen jeglicher Art sowie Trockner, Kühler, Wärmetauscher und schließlich Windkraftanlagen für Off-Shore. In der Off-Shore-Windkraft sieht Hilgefort einen Zukunftsmarkt. Die Nachfrage nach diesen Bauteilen sei groß.

Hilgefort begann 1848 als Familienbetrieb und hat mittlerweile rund 200 Mitarbeiter, darunter rund 70 Schweißer mit besonderen Zulassungen zum Schweißen von Druckteilen, dynamisch beanspruchten Teilen und Off-Shore-Anlagen.

Ein Vertriebsbüro hat die Hilgefort GmbH in Naumburg (Saale). Es bearbeitet Projekte im Bereich Trocknungsanlagen für Braunkohle, Reststoffe, Bioabfälle und sonstige faserigen Materialien. Außerdem ist das Dinklager Unternehmen an einem Anlagenbauer in Kuala Lumpur/Malaysia sowie an einem Anlagenbauer in Plovdiv/Bulgarien beteiligt.

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