Dinklage - Wie in einer Kläranlage aus schmutziger, übelriechender Brühe sauberes Wasser wird, fasziniert Kay Schönfeld bis heute. Das war auch einer der Gründe, warum er Siedlungswasserwirtschaft studierte. Seit knapp einem halben Jahr ist der 43-Jährige jetzt einer von sieben Regionalleitern, die den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) repräsentieren.
Hintergrund: Das Unternehmen wollte seine Präsenz vor Ort stärken und lange Wege verkürzen. Dafür wurde das Verbandsgebiet, das vom Dollart hinüber zu den Ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog und Baltrum bis hinunter an den Dümmer reicht, in sieben Regionen unterteilt.
Der gebürtige Altmärker (Sachsen-Anhalt) ist im Landkreis Vechta zu allen Fragen rund ums Trinkwasser und Abwasser erster Ansprechpartner für Bürgermeister, Behörden und Kunden. Er sieht sich außerdem als Verbindung zwischen den Verbandskommunen in der Region und der Hauptverwaltung des OOWV in Brake.
Als Regionalleiter ist Kay Schönfeld, der seit vielen Jahren in Vechta lebt, verantwortlich für etwa 30 Mitarbeiter des Wasserwerks und der Betriebsstelle Holdorf sowie der Kläranlagen Damme, Holdorf, Bakum, Dinklage, Lohne-Rießel und Nordlohne. Im Job ist der 43-Jährige bereits gut angekommen. Er geht in seiner Tätigkeit auf. Verantwortlich sind er und sein Team für etwa 1000 Kilometer Abwasserleitungen, 1500 Kilometer Trinkwasserleitungen und etwa 51 000 Hausanschlüsse – 28 000 im Trinkwasserbereich und 23 000 im Abwasserbereich. Der OOWV versorgt mehr als 100 000 Menschen im Landkreis Vechta mit Trinkwasser. Die sechs Kläranlagen die der OOWV in der Region betreibt, reinigen im Jahr zirka 4,6 Millionen Kubikmeter Abwasser.
Das Wachstum in der Region ist für den OOWV eine Herausforderung. „Ein aktuelles Beispiel ist der derzeitige Um- und Ausbau der Kläranlage Dinklage. Sie kann künftig das Abwasser von 25 000 Einwohnern statt wie bislang von 18 000 Einwohnern bewältigen“, erläuterte der Regionalleiter.
Kay Schönfeld hat nach dem Studium in Ingenieurbüros in Göttingen, Neuenburg und Vechta gearbeitet. Dabei gehörten Leitungs- und Kanalnetze, Regenrückhaltebecken sowie Mischwasserbehandlungsanlagen zu seinen Aufgaben. Vom Abwasser zum Trinkwasser wechselte er 2009, als er die technische und kaufmännische Leitung des Wasserwerkes in Vechta übernahm. Von hier aus wechselte er am 1. Juli 2016 zum OOWV. Der neue Regionalleiter ist – wenn er einmal nicht unterwegs ist – künftig im Wasserwerk Holdorf anzutreffen.
