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Sie laden zum Probieren ein

15.08.2019

Aschenstedt Sue Larisch weiß, welche Tomaten ihr nicht schmecken: „Die mit der harten Schale mag ich nicht. Alte Sorten haben meistens dünne Schalen.“ Die „Tomatenlady“, wie die gebürtige Britin genannt wird, kennt sich mit den alten Sorten aus. Am Samstag, 31. August, möchte sie dieses Wissen weitergeben: Von 11 bis 16 Uhr bietet sie im Pflanzenhof Schachtschneider in Aschen-stedt ein „Tomatentasting“ an. Der Eintritt ist frei.

„Wie Wasserbomben“

Es ist vor gut 16 Jahren gewesen, erzählt Larisch, die seit fast 40 Jahren in Deutschland lebt und seit gut 36 Jahren Tomaten im Garten züchtet. Ihr mittlerweile verstorbener Mann beschwerte sich: Die Tomaten aus dem Discountermarkt würden wie Wasserbomben schmecken. Auf das Nahrungsmittel wollte Larisch aber deshalb nicht verzichten. „Ich bin ins Internet gegangen und habe mir sechs alte Sorten bestellt.“ Die Tomatenlady begann, ihrem heutigen Spitznamen alle Ehre zu machen. Sie beschäftigte sich mit dem

Alte Sorten nicht im Handel

Mit dem Tomatentasting am 31. August sollen die Besucher laut Schachtschneider auch den Unterschied zwischen Tomaten aus dem Garten und aus dem Supermarkt kennenlernen.

Viele alte Sorten dürften im Handel nicht verkauft werden, da sie nicht komplett beschrieben sind, erklärt der Gärtnermeister weiter. Das heißt, dass diese Sorten nicht vollständig wissenschaftlich untersucht sind.

Gewächs – das im Übrigen laut offizieller Bezeichnung ein Fruchtgemüse ist. „Es ist eine Sucht“, gibt Larisch zu – eine Sucht, die ihr aber offenbar zu gefallen scheint. „Die alten Sorten schmecken sehr viel besser, da hat man jeden Geschmack dabei.“ Entscheidend sei, wie viel Zucker eine Tomate enthalte. Die Lagerung spiele ebenfalls eine Rolle. „Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank“, erklärt Larisch. Sonst würde die Frucht nicht mehr schmecken.

Mittlerweile hat die 63-Jährige, die in Ahlhorn lebt, um die 2000 Sorten gesammelt. Die leckersten wird sie am 31. August in den Pflanzenhof bringen. Die Besucher können das Fruchtgemüse probieren, „solange der Vorrat reicht“.

Sie und Pflanzenhof-Betreiber Olaf Schachtschneider erinnern sich an den 19. August 2018: Die beiden hatten ein Tomatenfestival im Küchengarten des Oldenburger Schlossgartens organisiert. „Die Resonanz war enorm. Es kamen gut 2000 Leute – wir sind überrannt worden“, erzählt Schachtschneider. Viele Besucher seien begeistert gewesen, bestätigt Larisch. „Aber viele fanden es auch schade, dass sie nichts mehr probieren konnten.“ Zum Probieren soll es am Aktionstag, an dem unter anderem auch Waltraud Schachtschneider beteiligt sein wird, nicht nur reine Tomaten geben: Das Gewächs wird in Form von Marmelade und Chutney angeboten. Was Larisch am wichtigsten ist: „Die Besucher sollen Spaß haben.“

Schwierige Zeit

Larisch, die zurzeit am allerliebsten die Sorte Alice’s Dream isst, freut sich, die „Highlights“ aus ihrer Sammlung präsentieren zu können. Die Ahlhornerin weiß, dass es schwierige Monate für Tomaten waren: „Die Hitzewelle hat die Blüten zum Teil kaputt gemacht, andere haben einen Sonnenbrand bekommen.“

Sogenannte F-1-Züchtungen, die erwähnten „Wasserbomben“, kommen der Tomatenlady nicht auf den Tisch. Bei dieser Züchtung werden zwei bestimmte Elternpaare mit jeweils unterschiedlich positiven Eigenschaften gekreuzt, erklärt sie – so dass eine Tomate mit den besten Eigenschaften entsteht. Larisch bleibt bei den alten Sorten. Wegen des Geschmacks. Und auch ein bisschen wegen der Optik. Denn Tomaten sind nicht immer automatisch rot. „Es gibt sie in allen möglichen Farben.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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