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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Dötlingen

Mit flinken Fingern die Klöppel gekreuzt

26.11.2018

Dötlingen Mit einem Glas Sekt hat die Organisatorin der 24. Dötlinger Kunsthandwerkertage, Ruth Schöbel, am Samstag im Landhotel Dötlingen am Rittrumer Kirchweg auf die Eröffnung angestoßen. 20 Ausstellerinnen und Aussteller hatte sie wieder für das Wochenende vereint. Sie boten einen bunten Mix an Produkten und Dekorativem.

„Eigentlich sollte unsere Eröffnung wieder von Sängerin Angelika Stelter musikalisch begleitet werden, aber am Abend zuvor erhielt ich einen Anruf von ihr, dass sie aus gesundheitlichen Gründen leider absagen müsse. Ihre Stimme klang fürchterlich. Da brauchte sie nichts mehr erklären“, sagte Schöbel. Das sei sehr schade, aber eben nicht zu ändern.

Ein Hobby seit 35 Jahren

So ging es mit dem Glas Sekt in der Hand auch gleich durch die Reihen der Stände. Unweigerlich schnell kam der erste Stopp für jeden Besucher. Voll konzentriert in der Arbeit, klöppelte Gisela Meisner aus Oldenburg an ihrer Tischdecke. Mit flinken Fingern wurden die Klöppel gedreht oder gekreuzt – je nachdem, wie es das Muster vorgab und sie die Nadeln in den Vordruck gesteckt hatte. „Das sieht alles komplizierter aus als es ist“, sagte die Oldenburgerin. Gerade legte sie wieder zwei Fäden mit den Klöppeln über andere. „Als ich 1983 damit anfing, dachte ich: Das lernst du nie. Heute geht alles fast wie von selbst. Und wenn einmal etwas falsch läuft, dann muss man nur ein Stück rückwärts bis zum Fehler arbeiten.“

Kaum hatte sie es ausgesprochen, bemerkte sie einen solchen Fehler. Fast zu schnell für den Blick eines Außenstehenden flogen die Klöppel bis zur falschen Zusammenlegung der Fäden hin und her. Ruth Schöbel ist stolz darauf, Gisela Meisner in der Runde der Kunsthandwerker zu haben. „So etwas gibt es heute nicht mehr oft.“

Eindrucksvoll waren aber auch die besonderen, kleinen quadratischen Karten, die Renate von der Wöste aus Delmenhorst auf ihrem Verkaufstisch in großer Auswahl ausgebreitet hatte.

Angefangen habe alles mit einem Ginkgo-Baum im Garten in Delmenhorst. Der Ginkgo ist eine chinesische Baumart. Heute verkörpert er das Sinnbild für Umweltschutz und Frieden. „Mich haben schon immer die Blätter fasziniert“, sagte die Delmenhorsterin und zeigte eine Karte mit einem Ginkgo-Blatt in Gold. Mit Wachs und Pasten, aber auch Keramik mit Goldstaub bearbeitet Renate von der Wöste viele Objekte, aber auch Schriften. Eines haben die Karten dabei gemeinsam, allesamt sind Unikate. So auch die Exemplare auf denen gefaltete Teile von Seiten aus einer alten Bibel aus dem Jahr 1893 zu finden sind.

Viele Ideen

Die Ideenvielfalt ist fast unermesslich, mit der die Delmenhorsterin ihre Karten gestaltet. Für Renate von der Wöste ist das eine Freizeitbeschäftigung mit besonderem Inhalt, die sie gerne anderen Menschen auf Kunsthandwerkerausstellungen näherbringt.

Von handgefertigter Mode bis zu Schmuck auf Edelsteinen, von Seifen bis zu Keramik, von Puppen bis zu Kränzen reichte die Palette an beiden gut besuchten Handwerkertagen im Landhotel.

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