DöTLINGEN - VoN Hauke Gruhn,

Redaktion Wildeshausen

DÖTLINGEN - Für den „Ernstfall Interview“ hat sich der CDU-Landesnachwuchs am Wochenende bei seiner Jahresauftaktveranstaltung auf dem Gut Altona (Gemeinde Dötlingen, Landkreis Oldenburg) gewappnet. Viele Mitglieder der Jungen Union (JU) Niedersachsen informierten sich über die Arbeitsweisen der Medien und feilten in Kursen an ihrer Rhetorik.

Reinhold Albert, Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, klärte über die Arbeit seiner Institution vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Hörfunk- und Medienlandschaft auf. Radiomoderator Hinnerk Baumgarten informierte über den Medienstandort Niedersachsen und schilderte seinen beruflichen Werdegang. In Niedersachsen werde „genauso professionell wie beispielsweise in Hamburg“ gearbeitet, der Einstieg in den Journalismus sei außerhalb der großen Medienstädte vergleichsweise einfacher. Ausdrücklich warnte Baumgarten vor Versuchen der Politik, Einfluss auf die Medien zu nehmen. Dies habe fast immer Abwehrreaktionen zur Folge. Parteibuch und Tätigkeit in den Medien vertrügen sich nicht immer.

„Man hat als Politiker naturgemäß viel mit den Medien zu tun – darum sollte man wissen, wie sie funktionieren“, begründete JU-Landesvorsitzender Kristian W. Tangermann das „Medientraining“. Politiker sollten auch Verständnis für die schwierigen Arbeitsbedingungen der Journalisten aufbringen.

Ein weitereres am Wochenende von den rund 150 Teilnehmern diskutiertes Thema war der Tourismus: „Das haben wir auf die Tagesordnung genommen, weil die Bedeutung von Harz, Heide und Nordsee noch immer unterschätzt wird“, sagte Tangermann. Über „Tourismus als Wirtschaftsfaktor“ referierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke (Hamburg). Die Bedeutung des Themas für Niedersachsen stellte der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley (Garrel) heraus.

Kontroverse Diskussion habe es auch im Bereich Biotechnologie gegeben, so Kristian W. Tangermann.